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Übergewicht und Lebensstil: Nur wer jung fernsieht, wird dicker

Eine US-Studie findet Zusammenhang zwischen TV-Konsum junger Erwachsener und Übergewicht – für Ältere gilt er nicht. Eine zufällige Häufung?
Ein spannender FilmLaden...

Wer mit etwa 30 länger vor dem Fernseher sitzt, hat eine größere Chance auf Speckrollen. Zu diesem Schluss kommt eine US-Arbeitsgruppe um Anthony Fabio von der University of Pittsburgh. Sie fanden bei dieser Altersgruppe eine Beziehung zwischen der Fernsehdauer und der Wahrscheinlichkeit für Übergewicht etwa fünf Jahre später. Dagegen gilt der Zusammenhang für ältere Couchpotatoes nicht mehr, wie das Team ihrer sich über 15 Jahre erstreckenden Untersuchung entnehmen. Weshalb das so ist, darüber kann man trefflich spekulieren.

Insgesamt 3269 Erwachsene aus drei Städten in den USA berichteten 15 Jahre lang im Rahmen einer größeren Studie über Herz-Kreislauf-Krankheiten über ihr Fernsehverhalten und ihren Hüftumfang an die beteiligten Fachleute. Dabei fanden sie einen Zusammenhang bei den etwa 30-Jährigen im Zeitraum von fünf bis zehn Jahren nach der Studie, bei anderen Datenpunkten aber nicht. Für diesen sehr spezifischen Befund kann es mehrere Erklärungen geben. Vielleicht nehmen zum Beispiel alle Gruppen mit dem Alter wieder ab – dafür spräche, dass die Neigung zu gesundem Essen laut Studie mit dem Alter zunimmt. Nicht ausschließen lässt sich allerdings, dass der Zusammenhang auf einer jener zufälligen Häufungen beruht, die bei derart großen Datenmengen zwangsläufig irgendwo auftreten.

35/2015

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 35/2015

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