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News: Östrogene aus der Umwelt beeinflussen Spermien

Wissenschaftler aus London haben erstmals nachgewiesen, dass sowohl aus der Umwelt stammende als auch körpereigene Östrogene die Befruchtungsfähigkeit von Spermien entscheidend beinflussen können. Lynn Fraser und ihre Kollegen untersuchten Substanzen aus Sojabohnen und Hopfen, aber auch aus Industrieprodukten wie Waschmitteln, Farben sowie verschiedenen Pflanzenschutzmitteln. Überraschend war hierbei die Tatsache, dass die körperfremden Hormone eine deutlich stärkere Wirkung auf die Spermien zeigten, als dies bei körpereigenem Östrogen der Fall war.

Betroffen davon ist vor allem die letzte Reifungsphase der Spermien, in der sie die Fähigkeit zur Befruchtung der Eizelle erlangen. Die in Experimenten an Mäusen untersuchten Östrogene lösten diesen Prozess verfrüht aus, sodass im Falle einer natürlichen Befruchtung die Samenzellen den optimalen Zeitpunkt verpassen würden. Für die künstliche Befruchtung könnte man sich diese Effekte jedoch zu Nutze machen, um somit den "Zeitplan" im Befruchtungsvorgang positiv zu beeinflussen. Ziel der britischen Wissenschaftler ist nun, die bis jetzt noch im Dunkeln liegende Wirkungsweise der Umwelthormone zu erforschen.

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  • Quellen
18. Jahrestagung der European Society of Human Reproduction and Embryology, Wien (30.6.-3.7.2002)

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