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Ontologisch-existenzielle Erschöpfung: Die größte aller Müdigkeiten

Die Bremer Philosophin Marina Christodoulou glaubt, dass wir vom Dasein selbst geschlaucht sind – ausgelaugt von der Welt, in der wir aktuell leben. Ein Interview über »ontologisch-existenzielle Erschöpfung« und was sie von Burn-out und Depression unterscheidet.
Eine künstlerische Collage zeigt ein stilisiertes Gesicht vor einem blauen Hintergrund. Der Kopf ist von gelben, wirbelnden Linien umgeben, die Gedanken oder Kreativität symbolisieren könnten. Auf der Stirn befindet sich ein rotes, organisches Muster, das möglicherweise das Gehirn darstellt. Der Hintergrund ist mit gelben Spiralen verziert, die Bewegung und Dynamik suggerieren.
Müde vom Alltag – oder vom Dasein als solchem?

In der aktuellen Sonderausgabe des Fachjournals »Angelaki« beschreibt die Philosophin Marina Christodoulou von der Constructor University Bremen ihr Konzept der ontologisch-existenziellen Erschöpfung. Was akademisch klingt, beschreibt eine Realität, in der sich viele Menschen heute wiedererkennen: eine Erschöpfung, die weit über körperliche Müdigkeit und Burn-out hinausgeht … ein Gefühl, nicht nur vom Alltag ermattet zu sein, sondern von der Art, wie man existiert. Was hat es damit auf sich?

Frau Christodoulou, bitte beschreiben Sie anhand einer Alltagsszene, was Sie mit »ontologisch-existenzieller Erschöpfung« meinen!

Stellen Sie sich jemanden vor, der nach der Arbeit am Küchentisch sitzt – nicht nur zu müde, um zu kochen oder Textnachrichten zu beantworten, sondern unfähig, zu erkennen, warum diese ganze Routine des Lebens morgen wieder von vorn beginnen soll. Das ist nicht einfach körperliche Müdigkeit. Es ist das Gefühl, dass die Welt selbst zu schwer geworden ist, um wieder in sie einzutreten. Man will nicht – oder besser: man kann nicht – die Energie aufbringen, dieses Leben weiterzuleben. Das Leben wird zur Last, aber nicht in einem suizidalen Sinn. Es bedeutet keineswegs zwangsläufig, dass jemand sterben will. Die Person will leben, nur nicht auf diese Weise, nicht in dieser bestimmten Lebensform. Doch diese Erschöpfung weitet sich auf das Sein im Allgemeinen aus: Wenn das Sein so beschaffen ist, wie es ist, dann ist es zu ermüdend.

»Die Person will leben, nur nicht auf diese Weise, nicht in dieser bestimmten Lebensform«

Das klingt, als bräuchte jemand dringend einen langen Urlaub.

Ein Urlaub kann bei gewöhnlicher Müdigkeit helfen. Ontologisch-existenzielle Erschöpfung reicht aber tiefer: Es ist das Gefühl, dass Erholung das eigentliche Problem gar nicht wirklich berührt, weil das Problem nicht nur in einem Mangel an Energie liegt, sondern in der Art und Weise, wie Leben, Arbeit, Identität und Welt erfahren werden. Es geht also um eine Erschöpfung vom Sein oder vom Leben in einem stärker existenziellen und ontologischen Sinn. Ontologie ist die Lehre vom Sein; deshalb spreche ich von »ontologischer Erschöpfung«.

Ist es das, was Sie als Unterschied zwischen »being-tired« und »tired-of-being« beschreiben?

Ja. »Being-tired« bedeutet: Ich bin müde, und ich brauche Schlaf, Ruhe, Hilfe oder einfach eine Pause. »Tired-of-being« bedeutet: Ich bin müde davon, diese Person sein zu müssen, in dieser Welt, mit diesen Anforderungen, mit diesem besonderen Leben, auf diese bestimmte Weise zu sein – und damit auch vom Sein im Allgemeinen, wenn das Sein genau daraus besteht. Es ist nicht nur Müdigkeit im Leben, sondern Müdigkeit am Leben oder am Sein überhaupt. Es kann also eines von zwei Dingen bedeuten, meistens aber beides: Erschöpfung vom Sein – »exhaustion with being« – und Erschöpfung des Seins – »exhaustion of being«.

»Es ist nicht nur Müdigkeit im Leben, sondern Müdigkeit am Leben oder am Sein überhaupt«

Was sagen Sie Menschen, die jetzt denken: Ja, genau so fühle ich mich – aber ich hatte bislang keine Sprache dafür?

Ich würde sagen: Genau deshalb ist Sprache wichtig. Dieses Gefühl zu benennen, löst es nicht, aber es kann Einsamkeit und Scham verringern. Es kann helfen, zu fragen: Ist das nur meine Schwäche, oder gibt es etwas in meiner Welt, das das Leben unlebbar erscheinen lässt? Eine weitere ontologische Frage lautet, ob nicht nur wir vom Sein erschöpft sind, sondern ob auch das Sein im Allgemeinen – also das, was existiert, einschließlich allen Lebens – selbst erschöpft oder ausgelaugt werden kann. Oder auf andere Weise formuliert: ob der Lebensantrieb einen Erschöpfungspunkt erreichen kann, an dem nichts mehr von ihm übrig ist.

Wozu führt die große ontologische Erschöpfung, die Sie beschreiben?

Wir sehen gegenwärtig Gewalt, Extremismus, Gleichgültigkeit und Ähnliches – das Unbehagen unserer Zivilisationen, um eine Formulierung von Sigmund Freud aufzugreifen. Ich denke, dass das alles Folgen von Erschöpfung sind. Deshalb ist es dringend, Erschöpfung zu erkennen und zu versuchen, etwas dagegen zu tun, denn sie ist die Wurzel oder eine der wichtigsten Wurzeln all der Fehlentwicklungen in unserer Gesellschaft.

Marina Christodoulou |

Die Philosophin lehrt an der Constructor University Bremen und an der Universität Klagenfurt in Österreich. 2022 promovierte sie mit Auszeichnung über »Life as Addiction« – Leben als Abhängigkeit.

Warum reicht es nicht, von Burn-out, Erschöpfung oder Krisenmüdigkeit zu sprechen?

Diese Wörter sind nützlich, aber sie bleiben oft an der Oberfläche. Burn-out verweist meist auf die Arbeit. Krisenmüdigkeit verweist auf zu viele schlechte Nachrichten. Ontologisch-existenzielle Erschöpfung stellt eine tiefere Frage: Was geschieht, wenn bereits die Anstrengung, zu existieren, erschöpft wirkt? Wenn wir diese Anstrengung nicht mehr aufbringen können, wenn also unsere Fähigkeit, uns anzustrengen, erschöpft oder ausgelaugt ist?

Was grenzt die ontologisch-existenzielle Erschöpfung von einer Depression ab?

Depression ist eine ernsthafte klinische Erkrankung und braucht klinische Aufmerksamkeit. Psychotherapeuten müssen prüfen, ob eine Person klinisch depressiv ist: ob also eine anhaltend gedrückte Stimmung vorliegt, ein Verlust von Freude oder Interesse, schwerwiegende Veränderungen von Schlaf oder Appetit, Hoffnungslosigkeit, Funktionsunfähigkeit oder Gedanken an Selbstverletzung. Ich würde sagen, dass Depression auch in einer hypothetisch »perfekten« Welt existieren könnte, wie jede andere Krankheit auch, natürlich in unterschiedlichem Ausmaß und unterschiedlicher Häufigkeit. Depression ist also eine pathologische, vor allem psychische Verfassung oder Krankheit, die eher aus der Innenwelt der Person hervorgeht als aus der Interaktion mit der Welt, dem »Mitsein« – auch wenn sie natürlich immer eine Kombination aus der Wechselwirkung von Innen- und Außenwelt ist. Das heißt, Depression ist kein Seinszustand, sondern eine Unregelmäßigkeit, ein Ereignis im Fluss des Seins.

Ist es dann möglich, ontologisch-existenziell erschöpft zu sein, ohne depressiv zu sein?

Ja. Ontologisch-existenzielle Erschöpfung kann in einer spekulativ »perfekten« Welt nicht existieren, in der unsere Kraft oder unser Antrieb des Lebens beziehungsweise des Seins gut mit sich selbst und mit der Welt, unserer Umgebung, abgestimmt ist. Anders als Depression ist ontologisch-existenzielle Erschöpfung auch keine Diagnose im streng psychopathologischen und klinischen Sinn. Sie benennt eher eine tiefere und umfassendere Erfahrung. Deshalb ist es möglich, ontologisch-existenziell erschöpft zu sein, ohne depressiv zu sein. Aber beides kann sich überschneiden.

Ist bei ontologisch-existenzieller Erschöpfung die Welt der Patient?

Ontologisch-existenzielle Erschöpfung ist ein Symptom. Es zeigt an, dass unsere Umgebung, unsere Welt oder unser Milieu, eine Pathologie in sich trägt, die uns in Unbehagen gegenüber dem In-ihr-Sein versetzt. Man ist nicht nur im Leben müde, sondern der Anforderungen, Rollen, Wiederholungen und Horizonte des Lebens müde – und damit des Lebens überhaupt.

Und was ist daran heute anders als zu früheren Zeiten?

Menschen fühlten sich immer schon müde. Das Besondere an der Gegenwart ist die Kombination aus Geschwindigkeit, Unsicherheit, Selbstoptimierung, permanenter Sichtbarkeit, ökologischer Angst, politischer Wut und der Forderung, weiter zu funktionieren, als würde nichts zerbrechen. Auch frühere Gesellschaften kannten Not und Härte; unsere Gesellschaft fügt oft das Gefühl hinzu, dass alles dringend ist, sich aber nichts wirklich verändert.

Welche Rolle spielen Smartphones, soziale Medien und künstliche Intelligenz: Machen sie nur müde – oder verändern sie unser Verhältnis zur Welt?

Beides. Sie ermüden uns durch ständige Nachrichten, Vergleiche, Ablenkung und den Druck, reagieren zu müssen. Aber sie verändern auch, wie die Welt erscheint: Das Leben wird zu etwas, das überwacht, dargestellt, optimiert, vorhergesagt und als Wettbewerb verstanden wird. KI kann helfen, aber sie kann auch das Gefühl verstärken, dass selbst Denken, Arbeiten und schöpferisches Tun schneller werden müssen.

»Das tiefere Problem ist eine beschädigte Beziehung zum Leben, zu Sinn und zu Möglichkeit«

Viele Menschen würden sagen: Erschöpft sind wir, weil wir zu viel arbeiten, zu wenig schlafen und zu viele negative Nachrichten konsumieren. Würden Sie sagen, das stimmt?

Das sind reale Ursachen, und ich will sie nicht abtun. Aber sie erklären nicht vollständig, warum viele Menschen sich schon müde fühlen, bevor sie überhaupt mit irgendetwas begonnen haben, oder warum Erholung sie nicht immer wiederherstellt. Das tiefere Problem ist eine beschädigte Beziehung zum Leben, zu Sinn und zu Möglichkeit.

Welche Rolle spielt das Gefühl, dass Veränderung nicht mehr möglich ist?

Es ist zentral. Wut kann Energie freisetzen, wenn Menschen glauben, dass Handeln etwas bewirkt. Sie nährt auch Empörung, und Empörung ist eine notwendige Bedingung für Revolution und den Wunsch nach Veränderung. Deshalb schrieb der französische Autor und KZ-Überlebende Stéphane Hessel sein berühmtes Manifest »Empört Euch!«, das 2010 erschien und weltweit viele Menschen zum Handeln inspirierte. Doch wenn sich Ungerechtigkeit wiederholt und nichts in Bewegung zu kommen scheint, verwandelt sich Wut in Resignation. Man fühlt sich dann nicht nur müde, sondern gefangen.

Aus Empörung wird Resignation?

Empörung beginnt als moralische Reaktion: Das ist falsch. Aber wenn diese Reaktion ignoriert, verspottet, vermarktet oder endlos wiederholt wird, ohne dass sich etwas ändert, beginnt sie nach innen zusammenzufallen. Die Person sieht das Unrecht noch immer, glaubt aber nicht mehr, dass eine Antwort möglich ist. Dort beginnt Resignation.

»Man wird nicht nur davon müde, Dinge zu tun, sondern auch davon, ständig jemand sein zu müssen«

Ist die Erschöpfung der Gegenwart auch eine Erschöpfung am Selbst – an der ständigen Notwendigkeit, an sich selbst zu arbeiten?

Ja. Das Selbst wird heute oft wie ein Projekt behandelt, das unablässig verbessert werden muss: gesünder, produktiver, attraktiver, widerstandsfähiger, erfolgreicher. Selbst das Privatleben wird so zur Arbeit. Man wird nicht nur davon müde, Dinge zu tun, sondern auch davon, ständig jemand sein zu müssen.

Besteht nicht die Gefahr, soziale Ungleichheit zu verwischen, wenn jede Ursache unter die »Erschöpfung der Gegenwart« gefasst wird?

Ja, und diese Gefahr muss vermieden werden. Erschöpfung ist nicht gleich verteilt. Armut, Rassismus, Sexismus, koloniale Geschichten, Behinderung, Sorgearbeit und prekäre Arbeit erzeugen sehr unterschiedliche Formen von Müdigkeit. Der Begriff sollte uns helfen, diese Ungleichheiten klarer zu sehen – nicht sie unter einem modischen Wort zu verstecken.

Lässt sich ontologisch-existenzielle Erschöpfung heilen?

Wenn es Erschöpfung nur wie eine private Krankheit klingen lässt, ist »Heilung« vielleicht zu einfach. Manche Menschen brauchen natürlich medizinische oder psychologische Hilfe. Aber diese Erschöpfung verlangt auch nach Veränderungen in sozialen Rhythmen, Arbeit, Technologie, Politik, Fürsorge und Sinn. Sie ist deshalb ein politischer Begriff, in dem Sinn, dass sie Handeln erfordert und danach verlangt. Sie ist nicht nur persönlich, sondern eine kollektive Situation. Sie ist nicht nur etwas in uns; sie liegt auch zwischen uns und um uns herum.

Es scheint, dass Sie sehr viel Bedeutung in den Begriff der Erschöpfung legen …

Das wichtigste Missverständnis wäre zu glauben, ich romantisiere Verzweiflung oder behaupte, Müdigkeit sei immer tiefgründig. Das mache ich nicht. Ich versuche, einen realen Zustand zu benennen, in dem gewöhnliche Müdigkeit, sozialer Druck, politische Enttäuschung und existenzielle Lebensmüdigkeit auf einer tieferen ontologischen und existenziellen Ebene zusammentreffen: dort, wo Sein oder Leben erschöpfend wird, in der Weise, wie sich das Leben in dieser Gesellschaft entfaltet. Das bedeutet nicht, suizidal zu sein, auch wenn es in Verbindung mit psychopathologischen Zuständen manchmal leider dazu führen kann. Erschöpfung ist ein Zustand, unter dem in dieser gegenwärtigen Gesellschaft die meisten von uns, wenn nicht alle, leiden.

»Erschöpfung ist ein Zustand, unter dem in dieser gegenwärtigen Gesellschaft die meisten von uns, wenn nicht alle, leiden«

Was können wir als Individuen tun, um dem Problem der ontologisch-existenziellen Erschöpfung beizukommen?

Einzelne können damit beginnen, Erschöpfung nicht nur als privates Versagen zu behandeln. Ruhe ist wichtig, Therapie kann helfen, und medizinische Unterstützung ist manchmal notwendig, wenn sich diese Erschöpfung mit Burn-out, Angst, Depression und Ähnlichem überschneidet. Aber man braucht auch Sprache, Beziehungen, Grenzen und Räume, in denen man nicht ständig performen, sich verbessern, konkurrieren oder reagieren muss.

Den Zustand zu benennen, ist wichtig – das ist in diesem Fall der erste philosophische Schritt. Dinge beginnen zu existieren, sie erhalten Substanz in dieser Welt, wenn man sie benennt: Wenn man erkennt, dass man vielleicht nicht nur erschöpft ist, weil man zu viel getan hat, sondern weil man in erschöpfenden Rhythmen, Erwartungen, Technologien und sozialen Anforderungen lebt.

Was kann die Politik tun?

Politikerinnen und Politiker sollten auf ontologisch-existenzielle Erschöpfung nicht nur mit Slogans zu Resilienz und weiteren Resilienz-Kampagnen antworten. Das Problem besteht nicht darin, dass Menschen zu schwach sind. Das Ziel sollte nicht sein, Menschen stärker zu machen, damit sie eine unerträgliche Welt aushalten können. Dies würde uns auch grausamer oder gleichgültiger machen, dickhäutiger. Politik muss deshalb die Bedingungen angehen, die Menschen erschöpfen: unsichere Arbeit, Armut, Wohnungsdruck, Überarbeitung, digitale Überlastung, ökologische Angst, soziale Ungleichheit und den Zusammenbruch des Vertrauens in Veränderung.

»Das Ziel sollte nicht sein, Menschen stärker zu machen, damit sie eine unerträgliche Welt aushalten können«

Was wäre also konkret zu tun?

Bessere psychische Gesundheitsversorgung, Schutz vor Überarbeitung, das Recht auf Nichterreichbarkeit, das Recht zu entkommen, alternative Lebensformen zu suchen – aber nicht nur jene, die als Trends beworben werden, denn die werden selbst zu neuen Normalitäten und Banalitäten, ja zu neuen Geboten. Sichere Lebensbedingungen, Klimaschutz und stärkere Fürsorgesysteme sind keine Luxusgüter. Sie sind Anti-Erschöpfungs-Politik.

Und wie kann die Gesellschaft als Ganzes dem Problem der ontologisch-existenziellen Erschöpfung begegnen?

Sie muss ihre Rhythmen überdenken. Wir können das Leben nicht endlos beschleunigen – zusammen mit immer mehr Optionen, die zu konsumistischen Geboten werden, und dem, was wir heute FOMO nennen, also der Angst, etwas zu verpassen – und dann von den Einzelnen verlangen, sich meditierend aus dem Zusammenbruch herauszuretten. Wir brauchen mehr Zeit, mehr Fürsorge, mehr Liebe, mehr Eros, mehr öffentliches Vertrauen, mehr geteilte Verantwortung und weniger Druck, jeden Teil der Existenz in Produktivität zu verwandeln.

In Ihrem Essay deuten Sie an, dass Erschöpfung auch ein möglicher Anfang sein kann. Wie kann aus Erschöpfung etwas Neues entstehen?

Erschöpfung kann zeigen, dass eine alte Weise zu leben nicht fortgesetzt werden kann. Das ist schmerzhaft, aber es kann auch klärend sein. Wenn Menschen nicht länger so tun können, als sei alles in Ordnung, beginnen sie vielleicht, sich andere Rhythmen, andere Beziehungen und andere Lebensformen vorzustellen. Erschöpfung ist nicht automatisch befreiend, aber sie kann zu einer Schwelle werden.

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  • Quellen

Christodoulou, M., Angelaki – Journal of the Theoretical Humanities 10.1080/0969725X.2026.2651626, 2026

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