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Wissenschaftliches Publizieren: Open Access noch mit Marktproblemen

Im Vergleich zu Wissenschaftsmagazinen wie Science oder Nature, die sich das Lesen von gedruckten sowie Online-Artikeln bezahlen lassen, stehen die Anbieter von frei zugänglichen Forschungsberichten wie die Public Library of Science (PLoS) finanziell bislang schlechter da. Das ergab eine aktuelle Studie, die im Auftrag namhafter kommerzieller Verlage und Institutionen angefertigt wurde.

Der Untersuchung zufolge können erst 60 Prozent der Anbieter freier Forschungsartikel ihre Kosten decken, während über 70 Prozent der Anbieter herkömmlicher Fachmagazine schwarze Zahlen schreiben. Für die Untersuchung haben die Verfasser 22 Verlage befragt, die für die Herausgabe von über 4000 Magazinen verantwortlich sind.

Ein Grund für das schlechtere Abschneiden der Magazine, deren Inhalte öffentlich zugänglich sind, könnte nach Ansicht der Verfasser darin liegen, dass diese Anbieter mehrheitlich weniger lange am Markt agieren als die traditionelleren Publikationen. Bislang konnten sie daher noch keinen so großen Einfluss aufbauen. Außerdem stellten die Autoren fest, dass die Open-Access-Plattformen oft weniger Artikel veröffentlichen als die Bezahl-Konkurrenz und eingesandte Beiträge seltener ablehnen. Überrascht zeigten sich die Forscher dagegen von der Tatsache, dass die kommerziellen Anbieter die Autoren von Fachartikeln häufiger für Druckkosten oder dergleichen zur Kasse bitten als die frei zugängliche Konkurrenz.

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