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News: Opportunity liefert deutliche Hinweise auf nasse Mars-Vergangenheit

Der Teil des Mars, den derzeit der Rover Opportunity untersucht, war in der Vergangenheit vermutlich mit flüssigem Wasser bedeckt oder zumindest durchtränkt. Darauf lässt laut einiger NASA-Wissenschaftler die chemische und strukturelle Beschaffenheit eines Gesteinsaufschlusses in der Meridiani-Ebene schließen. Der Nachweis von gefrorenem Wasser, vor allem an den Polen des Roten Planeten, gelang bereits zuvor durch amerikanische und europäische Sonden.

Der Roboter Opportunity hat insbesondere in den letzten drei Wochen ausgiebig den Gesteinsaufschluss in dem Krater untersucht, in dem er gelandet war. Mit seinem Alpha-Teilchen-Röntgen-Spektrometer konnte Opportunity große Konzentrationen von Schwefel nachweisen. Laut Benton Clark von Lockheed Martin Space Systems scheint das Element in Magnesium-, Eisen- und anderen Sulfat-Salzen gebunden zu sein. Auch Elemente, die Chlor- und Bromsalze bilden, seien entdeckt worden. Mit dem Mößbauer-Spektrometer des Rovers ließ sich ferner das Eisensulfat-Mineral Jarosit nachweisen. Auf der Erde entstehen solche Minerale in der Regel in Anwesenheit von Wasser.

Auch die physische Beschaffenheit des Gesteins lässt offenbar auf eine wässrige Vergangenheit schließen. Wie John Grotzinger, Geologe vom Massachusetts Institute of Technology, meint, sprechen dafür charakteristische Vertiefungen im Gestein, kugelförmige Kiesel sowie eine besondere Schichtstruktur.

Laut James Garvin von der NASA war es eines der vorrangigen Ziele der Mars-Mission, Hinweise auf eine nasse Vergangenheit des Planeten zu finden, da Wasser zumindest auf der Erde als Grundvoraussetzung für Leben gilt. Opportunity soll nun feststellen, ob die Minerale einst am Grund eines Sees oder Meeres entstanden.

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