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Stratosphäre: Ozonloch verschwindet langsamer als erhofft

Ozonloch
Die Ozonschicht über der Antarktis wird sich frühestens im Jahr 2068 endgültig regeneriert haben. Bisherigen Modellen zufolge sollte sich schon 2050 kein Ozonloch mehr bilden.

Ozonloch | Die Ozon-Konzentrationen über der Antarktis am 11. September 2005. An diesem Tag maßen Forscher die geringsten Werte des Jahres.
Paul Newman vom Goddard Space Flight Center und seine Kollegen kombinierten Daten von Satelliten, Forschungsflugzeugen und Bodenmessstationen mit Temperaturmessungen vor Ort und erstellten daraus ein neues Modell, wie sich die Konzentrationen von Ozon schädigenden Chlor- und Brom-Verbindungen in den nächsten Jahren entwickeln werden. Demzufolge wird das jährliche Ozonloch im Süd-Frühling auch bis 2018 nicht signifikant schrumpfen.

1987 waren im Montreal-Protokoll Maßnahmen zum Verbot oder der Einschränkung Ozon schädigender Fluorchlorkohlenwasserstoffe vereinbart worden. Da diese Verbindungen jedoch sehr langlebig sind und aus verschiedenen Quellen noch immer in die Atmosphäre entweichen, wird sich auch die Ozonzerstörung in der Stratosphäre noch einige Zeit fortsetzen. Die Ozonschicht schützt die Erde vor gesundheitsschädlicher UV-Strahlung.

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