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News: Paranal-Observatorium: Keine Schäden durch Erdbeben

Das starke Erdbeben, das am 14. November den Norden Chiles heimsuchte, ließ auch den 2635 Meter hohen Cerro Paranal erzittern. Doch das Very Large Telescope der ESO überstand das Beben unbeschadet.
Das Beben kam zur Mittagszeit. Um 12:41 Uhr begann der Boden zu wackeln. Das Epizentrum lag in der Nähe der kleinen Ortschaft Quillagua im Norden Chiles, etwa 170 Kilometer nordöstlich der Hafenstadt Antofagasta. Auf der Richterskala erreichte das Beben einen Wert von 7,7.

Die Erdstöße erschreckten auch die Astronomen im rund 300 Kilometer südlich des Epizentrums gelegenen Paranal-Observatorium. Dort betreibt die Europäische Südsternwarte ESO das Very Large Telescope (VLT): Vier Großteleskope mit jeweils 8,2 Meter Spiegeldurchmesser und vier bewegliche Hilfsteleskope mit 1,8-Meter-Spiegeln stellen eines der leistungsfähigsten Observatorien der Welt dar.

Seit Inbetriebnahme der ersten VLT-Teleskope vor knapp zehn Jahren hat es am Paranal noch kein so schweres Erdbeben gegeben wie das vom 14. November. Die Erdstöße erreichten hier immerhin noch eine Stärke von 5,7 auf der Richterskala. Etwa zwei Minuten lang bebte am Paranal die Erde, mit Spitzenbeschleunigungen von 0,6 Metern pro Sekundenquadrat. Doch alles verlief glimpflich: Niemand wurde verletzt, und auch alle Teleskope und Instrumente überstanden das Beben unbeschadet.

Wie das Hauptquartier der ESO in Garching bei München bekannt gab, wurde nach umfangreichen Überprüfungen nach Sonnenuntergang der reguläre Beobachtungsbetrieb aufgenommen. Alle Systeme arbeiteten einwandfrei. Auch mehrere schwächere Nachbeben, die sich innerhalb eines Tages nach dem Hauptbeben ereigneten, störten den VLT-Betrieb nicht.

UR

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