Direkt zum Inhalt
Fotovoltaik

Perowskit-Solarzellen zu Textilien versponnen

Perowskit-Solarzellen sind womöglich eine günstige Alternative zu solchen aus Silizium. Jetzt gibt es sie auch als flexible Fasern.
Mantel aus diversen Schichten

Solarzellen aus Perowskit gelten als kostengünstige, aber dennoch vergleichbar effiziente Alternative zu Silizium-Solarzellen. Dank der Arbeit chinesischer Wissenschaftler könnte es bald sogar möglich sein, in Textilien Strom zu erzeugen: Das Team um Huisheng Peng von der Fudan University in Schanghai hat jetzt Perowskit-Solarzellen in Form flexibler Fasern entwickelt, die sich zu Stoffen verweben lassen.

Mantel aus diversen Schichten
Mantel aus diversen Schichten | In den Mantel sind sämtliche Bestandteile einer Solarzelle eingebaut. Das Perowskit-Material (MAPbI3, MA = Methylammonium) sitzt in den Poren des Titandioxids.

Mit einem Wirkungsgrad von bislang nur knapp über drei Prozent dürften sie allerdings bis auf Weiteres nur zum Betrieb kleinerer Geräte dienen – auch wenn sie bisherige faserförmige Fotovoltaiksysteme übertreffen.

Die Fasern bestehen aus Schichten unterschiedlicher Materialien, darunter das halbleitende Titandioxid als Anode und eine Schicht aus Kohlenstoffnanoröhrchengarn als Kathode. Dazwischen befindet sich unter anderem die fotovoltaisch aktive Schicht aus dem Perowskit-Material.

Wie Peng und Kollegen berichten, sollen die Fasern vergleichsweise günstig in der Herstellung sein. Als gravierendste Nachteile der Perowskit-Technologie gelten derzeit noch ihre ungewisse Haltbarkeit und ihr Gehalt am giftigen Schwermetall Blei. Als Perowskite bezeichnet man Materialien, die in ihrer Kristallstruktur dem natürlich vorkommenden Mineral Perowskit, einem Kalziumtitanat, entsprechen. In der aktuellen Studie von Peng und Kollegen kam CH3NH3PbI3 zum Einsatz.

Lesermeinung

1 Beitrag anzeigen

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Vielen Dank!

Partnervideos