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Beobachtungstipp: Perseiden in den Morgenstunden des 12. August 2012

Meteorstrom der Perseiden

In der zweiten Augustwoche ist es wieder soweit: Der Perseiden-Strom erreicht sein Maximum. Nominell fällt dies auf etwa 15 Uhr MESZ am 12. August 2012, weshalb sowohl die Nacht davor als auch die Nacht danach etwa gleich viele Perseiden liefern wird. Die Beobachtung wird dieses Jahr durch den Mond begünstigt: Er steht in seinem letzten Viertel und wird daher nicht allzu sehr durch sein Licht stören. Bei sehr guten Beobachtungsbedingungen, also zum Beispiel eine tiefdunkle Nacht im Hochgebirge, darf man in den Morgenstunden des 12. August bis zu sechzig Perseiden pro Stunde erwarten. Aber auch in den Tagen vor und nach diesem Datum lohnt sich der Blick zum Himmel, denn der Fluss an Sternschnuppen ist auch dann deutlich erhöht.

Meteorstrom der Perseiden
Meteorstrom der Perseiden | In den frühen Morgenstunden des 12. August 2012 sollten unter guten Beobachtungsbedingungen mehr als sechzig Perseiden pro Stunde sichtbar werden. Die Perseiden sind Hinterlassenschaften des Kometen Swift-Tuttle, der mit jedem Umlauf um die Sonne Material verliert. Jedes Jahr in der zweiten Augusthälfte kreuzt die Erde diese Staubbahn. Die vorliegende Aufnahme der Perseiden stammt aus dem Jahr 2007.
Die Perseiden sind ein jährlich in der zweiten Augustwoche auftretender Meteorstrom; ihr Mutterkörper ist der Komet 109P/Swift-Tuttle. Swift-Tuttle wurde im Jahr 1862 entdeckt und bewegt sich auf einer rückläufigen Umlaufbahn innerhalb von rund 133 Jahren um die Sonne. Seine letzte Wiederkehr fand im Jahr 1992 statt; dabei näherte sich Swift-Tuttle der Erde bis auf rund eine Astronomische Einheit an. Der Komet verliert bei jedem Umlauf Materie, die dann in der Nähe seiner Bahn verbleibt. Um den 12. August kreuzt die Erde diese hinterlassene Staubspur. Kollidieren die Staubkörnchen mit der Erde und treten mit hoher Geschwindigkeit in die Atmosphäre ein, so entstehen Sternschnuppen: Die Körnchen ionisieren die Luftmoleküle, die zu leuchten anfangen, wenn sie wieder in ihren neutralen Zustand zurückkehren.

Die Staubkörnchen scheinen dabei aus dem Sternbild Perseus in die Atmosphäre einzutreten; ihr Ausgangspunkt wird Radiant genannt. Allerdings treten die Perseiden am ganzen Himmel auf. Sternschnuppen werden von den winzigen Staubkörnchen erzeugt, die einen Durchmesser von weniger als einem Millimeter haben. Allerdings kreuzen auch größere Partikel die Erdbahn: Haben sie eine Größe von mehreren Zentimetern, so leuchten sie beim Eintritt in die Atmosphäre oft heller als die Venus. Ein Objekt von der Größe eines Fußballs hingegen erzeugt eine Feuerkugel, der für Sekundenbruchteile heller als der Mond leuchten kann.

Die International Meteor Organization lädt alle Amateurastronomen zur Mithilfe bei der Registrierung größerer Leuchterscheinungen ein. Auf der Homepage wird es eine Livegrafik geben, die aus den eingehenden Beobachtungsberichten eine aktuelle Aktivitätskurve errechnet. Hierzu steht ein Online-Formular bereit; es lohnt sich, in den Nächten vor dem Maximum einige Beobachtungen zu machen, um sich mit diesem Formular vertraut zu machen. Als Alternative gibt es auch die Meteorbeobachtung mit Videotechnik. Mit dem Videonetz der International Meteor Organization lässt sich ebenfalls eine Livegrafik erstellen, welche direkt die Teilchendichte im interplanetaren Raum anzeigt, den die Erde durchflogen hat.

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