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Perseiden und Kappa-Cygniden: Sternschnuppenregen am Nachthimmel

Der Meteorstrom der Perseiden erreicht in der Nacht vom 12. auf den 13. August erneut sein Maximum. Das helle Mondlicht stört das Spektakel allerdings merklich. Besser sichtbar – aber dafür deutlich weniger zahlreich – sind in diesem Monat die Kappa-Cygniden.
Ein Meteor der Perseiden über dem Großen Feldberg, Hochtaunuskreis.
Ein Meteor der Perseiden über dem Großen Feldberg im Hochtaunuskreis.

In den kommenden Tagen lassen sich wieder zahlreiche Sternschnuppen am Himmel beobachten. Die Perseiden, die regelmäßig im Juli und August zu bewundern sind, erreichen in diesem Jahr ihr Maximum in der Nacht des 13. August um kurz nach 1 Uhr morgens. Durch den Vollmond am 12. August sind die Meteore allerdings nur sehr eingeschränkt zu sehen.

Der Radiant – der scheinbare Ursprung des »Sternschnuppenregens« – liegt bei den Perseiden im Sternbild Perseus. Eigentlich stammen die Meteore jedoch aus einer Wolke von Trümmerteilchen, die sich entlang der Bahn des Kometen 109P/Swift-Tuttle befinden. Jedes Jahr um diese Zeit kreuzt die Bahn der Erde die des Kometen und sammelt dabei die Trümmer ein, die dann als Sternschnuppen am Abendhimmel sichtbar werden.

Zum Zeitpunkt des Maximums befindet sich der Mond im Sternbild Wassermann, so dass man als Beobachtungsfeld auf den merklich aufgehellten Nordhimmel ausweichen sollte. Zu Beginn der Nacht erreicht der Radiant bereits eine Höhe von rund 30 Grad über dem Horizont. Der mittlere Maximumszeitpunkt liegt auch in diesem Jahr mit kleineren Abweichungen bei einer Sonnenlänge von ungefähr 140 Grad. Bei optimalen Bedingungen lasen sich rund 100 Meteore pro Stunde beobachten. Auf Grund der Störung durch den Mond reduziert sich diesmal die Anzahl der zu beobachtenden Meteore jedoch.

Zeitgleich zu den Perseiden ist der Meteorstrom der Kappa-Cygniden aktiv. Das Maximum tritt am 17. August auf, wobei sich der Radiant während der gesamten Nacht in ausreichender Höhe befindet. Die Raten betragen dann rund drei Meteore pro Stunde. Ein ausgeprägtes Maximum ist für dieses Jahr nicht vorhergesagt. Eine erhöhte Aktivität dieses Stroms wurde in den Jahren 2007, 2014 und 2021 registriert.

Videodaten zeigen ein deutliches Maximum bei der Sonnenlänge 145 Grad, dem oben genannten Maximumszeitpunkt. Daneben ist im Zeitraum vom 2. bis zum 18. August eine Aktivität deutlich nachweisbar. Durch die geringere Geschwindigkeit der Teilchen beim Eintritt in die Erdatmosphäre erscheinen die Sternschnuppen sehr langsam. Mitunter kommt es aber auch zu helleren Erscheinungen. Der Ort des Radianten am Ende des westlichen Schwanenflügels lässt sich gut einprägen.

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