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Zigaretten: Philip Morris verkauft seit Jahren Zigaretten mit defekten Filtern

Der Zigarettenhersteller Philip Morris hat wissentlich 40 Jahre lang Zigaretten mit mangelhaften Filtern vermarktet. Zu diesem Schluss kommen John Pauly und seine Kollegen vom Roswell Park Cancer Institute in Buffalo. Die Forscher hatten 61 Dokumenten des weltgrößten Zigarettenherstellers entnommen, dass das Problem des so genannten fall-outs innerhalb des Konzerns seit Jahrzehnten bekannt war. Dabei handelt es sich um die Freisetzung von Partikeln aus den Filtern. Diese fünf bis 120 Mikrometer großen Kunststoff- und Kohleteilchen entstehen beim Schneiden der Filter. Bereits 1957 wird in den Dokumenten eine Gesundheitsgefährdung nicht ausgeschlossen. Die internen Unterlagen wurden niemals veröffentlicht, auch unternahm der Konzern nichts zur Reduzierung der Partikel.

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  • Quellen
Tobacco Control 11(1): i51–61 (2002)

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