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Kuipergürtel: Plutosonde ist erfolgreich aufgewacht

Zuletzt war die Plutosonde auf ihrem Weg zum äußersten Rand des Sonnensystems im Winterschlaf - und die NASA-Ingenieure hatten ein wenig Angst, dass ihr Wecker vielleicht dort draußen nicht funktioniert. Ist aber alles gut gegangen: Dem Rendezvous mit »Ultima Thule« steht nichts im Weg.
Wie könnte das Kuipergürtelobjekt 2014 MU69 aussehen?

Die Plutosonde New Horizons hat den nächsten Schritt zu ihrem letzten Rendezvous Anfang 2019 getan: Sie ist erfolgreich aus ihrem sechsmonatigen Winterschlaf aufgewacht, berichten die Missionsverantwortlichen der NASA. Alle getesteten Systeme der nun schon 6,1 Milliarden Kilometer von uns entfernten Sonde laufen demnach nach Plan. In den nächsten Monaten soll New Horizons allmählich das nächste Ziel mit seinen Kameras in den Fokus rücken: Sie steuert das Kuiper-Objekt (486958) 2014 MU69 an, das die NASA nach einer Ausschreibung nun erst einmal »Ultima Thule« nennt.

In den nächsten Monaten bis zum Eintreffen vor Ort in der Silvesternacht 2018 wird Ultima Thule immer mehr seiner Geheimnisse preisgeben. Der Brocken am Rande des Sonnensystems ist bekanntlich ungefähr 30 Kilometer groß und knapp 6,4 Milliarden Kilometer entfernt – die 43-fache Distanz Erde–Sonne. Noch weiß man aber nicht einmal, ob er, wie spekuliert, eher football- oder erdnussförmig ist oder sogar aus zwei kleinen Körpern besteht.

Genaueres wird wohl erst ab Dezember 2018 bekannt werden, wenn die hochauflösende LORRI-Kamera von New Horizons mehr als einen Ultima-Thule-Lichtpixel auflösen kann. Forscher sind schon sehr gespannt darauf, dann die ersten Aufnahmen eines kleinen Kuipergürtelobjekts auszuwerten: Ultima Thule dürfte sich seit der Entstehung unseres Sonnensystems kaum verändert haben und liefert damit Einblicke in die Urmaterie des Sonnensystems.

23/2018

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 23/2018

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