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Tierversuch: Proteinmenge könnte pflanzliche Ernährung vorteilhaft machen

Wie gut Proteine für die Gesundheit sind, könnte von der Menge abhängen, nicht von der Art der Eiweiße. Darauf deuten Zucker- und Fettwerte von Mäusen hin.
Das Bild zeigt verschiedene Hülsenfrüchte in Säcken.Laden...

Vegetarier, Veganer und Allesfresser nehmen ein ähnliches Verhältnis an Aminosäuren zu sich, unabhängig davon, ob ihr Speiseplan mehr Rindfleisch, Bohnen oder griechischen Jogurt enthält. Weil es sich bei Aminosäuren um die Bausteine für Proteine handelt, sei eine pflanzliche Ernährung daher wohl nicht auf Grund der Art der enthaltenen Proteine vorteilhaft für die Gesundheit, wie ein Team im Magazin »Cell Metabolism« berichtet. Die Ergebnisse basieren auf Untersuchungen mit Mäusen.

Pflanzenbasierte Ernährung wird mit einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes in Verbindung gebracht. Veganer und Vegetarier essen tendenziell weniger Protein als Fleischesser, aber es ist nicht klar, welcher Aspekt einer fleischlosen Ernährung Vorteile bringt.

Die Ernährung von Menschen, die sich vegan, vegetarisch und omnivor ernähren, weist ähnliche Aminosäureprofile auf, trotz der Unterschiede in der Aminosäurenzusammensetzung ihrer Nahrung. Das hat die Gruppe um Michael MacArthur von der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich herausgefunden. Demnach könnte die Gesundheit eher von der Gesamtmenge des verzehrten Proteins als von der Art beeinflusst werden.

Das Team fütterte Mäuse mit Nahrungsmitteln, die sich in der Aminosäurezusammensetzung und -menge unterschieden. Mäuse, die das meiste Protein erhielten, hatten höhere Zucker- und Fettwerte im Blut als die Tiere, die weniger Protein zu sich nahmen, unabhängig von der Proteinquelle.

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