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Klimawandel: Putin unterzeichnet Kyoto-Protokoll

Sieben Jahre nach der Ausarbeitung des Kyoto-Protokolls kann die Vereinbarung in Kraft treten. Nachdem das entsprechende Gesetz von den beiden russischen Parlamentskammern gebilligt wurde, unterschrieb es nun Präsident Putin. Die Ratifizierung des Vertrags in Russland ist damit abgeschlossen.

Mit Russland sind jetzt die Voraussetzungen des Abkommens erfüllt. Nach diesen müssen mindestens 55 Staaten dem Vertrag beitreten, darunter so viele Industrieländer, dass – bezogen auf das Jahr 1990 -wenigstens 55 Prozent der Kohlendioxidemissionen aller Industriestaaten erfasst sind. Nachdem mit den USA und Australien zwei der größten Treibhausgasproduzenten das Kyoto-Protokoll abgelehnt hatten, hing die Ratifizierung zwingend von Russland ab.

Das Kyoto-Protokoll sieht vor, den Ausstoß von Kohlendioxid und anderen klimaschädlichen Gasen in den Industriestaaten bis 2012 um 5,2 Prozent zu senken.

Wegen des Zusammenbruchs der industriellen Produktion in der post-sowjetischen Ära liegen die Emissionen in Russland heute um 30 Prozent niedriger als noch vor 1930.

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