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Teilchenphysik: Quark-Gluon-Meson entdeckt

Physiker der Universität von Hawaii und der koreanischen Gyeongsang Universität berichten über die Entdeckung eines so genannten hybriden Mesons. Es soll neben einem Charm- und einem Anti-Charm-Quark noch aus einem Gluon bestehen. Das Meson fanden die Forscher bei der Auswertungen von Daten der Belle-Kollaboration des japanischen Beschleunigerzentrums KEK in Tsukuba.

Gluonen sind die so genannten Austauschteilchen, die die starke Kraft zwischen den Quarks – eine Form der Urbausteine der Materie – vermitteln. Eine derartige Dreierkombination wurde bereits 1978 von den Elementarteilchentheoretikern vorausgesagt, war aber bis dato unentdeckt geblieben.

Das Teilchen mit den Namen Y(3940) wiegt etwa so viel wie ein einzelnes Heliumatom. Damit ist es viel leichter als zunächst vermutet. Dennoch zerfällt es theoriekonform in ein so genanntes Omega- und J/psi-Meson.

Das Meson ist nun das Neueste in einer Liste ungewöhnlicher Objekte, die Wissenschaftler alle kürzlich entdeckt haben wollen. Angeführt wird die Reihe von den in jüngster Zeit wieder umstrittenen Pentaquarks, die aus fünf stark wechselwirkenden Urbausteinen bestehen sollen. Zudem enthält die Liste ein Teilchen mit dem Namen X(3872), das aus vier Quarks bestehen soll, sowie das Ds(2317)-Meson, das sich anders verhält als von den Elementarteilchenphysikern vorhergesagt.

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