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Quasarjets entschlüsselt

Mit dem Satelliten Swift gelang es einem Team amerikanischer und italienischer Astronomen, ein hinreichend genaues Spektrum zweier Quasarjets aufzunehmen und damit zu ermitteln, aus welchen Teilchen sich die Materiestrahlen zusammensetzen.
Quasarjets
Seit den 1970er Jahren sind Jets von Aktiven Galaktischen Kernen (englische Abkürzung: AGN) von Radiogalaxien und Quasaren bekannt. Dass deren Licht hauptsächlich aus Synchrotronstrahlung sich fast mit Lichtgeschwindigkeit bewegender Elektronen besteht, wurde schnell ermittelt. Da der Strahl aber insgesamt elektrisch neutral sein muss, sind zusätzlich entweder Protonen – also Wasserstoffatomkerne – oder Positronen, die positiv geladenen Antiteilchen der Elektronen im Spiel.

Unter der Leitung von Rita Sambruna (Nasa-GSFC) wurden jetzt die aussagekräftigesten Daten gesammelt und auf der AAS-Tagung in San Francisco vorgestellt: Mit Swift beobachteten die Forscher zwei Blazare – besonders starke und veränderliche Quasare – in über zehn Milliarden Lichtjahren Entfernung, 0212+735 und PKS 0537-286. Der Hochenergiesatellit ist gerade bei Energien am Übergang vom Röntgen- zum Gammabereich des elektromagnetischen Spektrums besonders empfindlich. Dadurch konnten die Astronomen ableiten, dass beide Blazarjets etwa die Masse des Planeten Jupiter beinhalten, die mit 99,9 Prozent der Lichtgeschwindigkeit davonschießt. Und die Materie besteht definitiv aus den Bestandteilen von Wasserstoffplasma – Elektronen und Protonen.

"Schwarze Löcher sind paradoxe Objekte," so Sambruna. "Auf der einen Seite ziehen sie Materie an und dann beschleunigen sie sie auf nahezu Lichtgeschwindigkeit. Wie sie das machen ist noch nicht geklärt, aber jetzt wissen wir zumindest, aus was sie bestehen."

Dre.

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