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News: Raucher: Doppeltes Risiko für Depressionen

Ein "Teufelskreis": Regelmäßige Raucher haben das doppelte Risiko, an einer Depression zu leiden. Umgekehrt fördern Depressionen offenbar auch den Griff zur Zigarette. Das haben Experten des US-Henry Ford Health System herausgefunden.
Die Studie, in der 1.000 Amerikaner im Alter zwischen 21 und 30 Jahren untersucht wurden, wird in der Februar-Ausgabe der Archives of General Psychiatry publiziert. Sie dauerte fünf Jahre lang.

Studienleiterin Naomi Breslau von der Abteilung für Sozialmedizin des Henry Ford Health System: „Wahrscheinlich tendieren Depressive zum regelmäßigen Rauchen, weil sie mit dem Nikotin ihren Gemütszustand zu steuern versuchen.“ Eine Nikotinabhängigkeit könnte bei solchen Patienten auch besonders hartnäckig sein, weil die Substanz ja eine gefühlsverändernde Wirkung besitzt.

Allerdings kann die Angelegenheit – und dazu fehlen noch die Beweise – auch ganz anders sein: Depressionen und (Nikotin-)Abhängigkeit werden durch ähnliche Vorbedingungen wie Persönlichkeitseigenschaften und Umwelt gefördert. Breslau: „Das wird man aber erst mit weiteren Forschungen belegen können.“

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