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Sucht: Rauchverbot steigert den Lustgewinn

Zwei weitere gute Gründe für Nikotinverzicht liefern zwei Studien von der anderen Seite der Erde.

Zum einen werteten neuseeländische Forscher um George Thomson von der Wellington School of Medicine aus, wie sich dass seit 2004 in dem Inselstaat gültige Rauchverbot in der Öffentlichkeit auswirkte [1]. Demzufolge ist seit dem Verabschieden des Anti-Rauch-Gesetzes der Tabakkonsum in der Freizeit deutlich zurückgegangen, was Lunge und Geldbeutel gleichermaßen schont. Davor hatten 57,8 Prozent der Raucher angegeben, in Kneipen, Restaurants und Bars "öfter als sonst" zur Kippe zu greifen – nach einem Jahr Rauchverbot waren es nur noch 28,6 Prozent, berichten die Forscher nach der Auswertung von Fragebögen aus den Jahren vor und nach dem Gesetz.

Befürchtungen, dass Gaststätten weniger Umsatz machen würden, haben sich der Studie zufolge nicht bestätigt. Im Gegenteil sei der Umsatz 2005 sogar um 9,3 Prozent gestiegen.

Doch steigert Tabakverzicht nicht nur Gesundheit und Gaststättenumsatz, sondern anscheinend auch den Lustgewinn [2]. Dies berichten australische Wissenschaftler nach Auswertungen von Daten der australischen Study of Health and Relationship an 8000 Männern zwischen 16 und 59, von denen ein Viertel angaben, regelmäßig zu rauchen. Je höher der Zigarettenkonsum, desto größer ist das Impotenzrisiko, so das Fazit. Bei Männern, die bis zu 20 Zigaretten am Tag rauchten, nehme die Wahrscheinlichkeit von Erektionsstörungen um 24 Prozent zu, bei einem ganzen Zigarettenpäckchen oder mehr sogar um 39 Prozent.
24.03.2006

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 24.03.2006

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