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Spaceshuttle: Raumfähre Endeavour erfolgreich gestartet

Endeavour auf Startrampe 39A
Ein letztes Mal erhellte sich der Nachthimmel über Florida am 8. Februar 2010, als die US-Raumfähre Endeavour um 4:14 Uhr Ortszeit (10:14 Uhr MEZ) von Cape Canaveral in die Umlaufbahn startete. Die sonstigen noch bis zur Einstellung des Shuttle-Programms im Jahr 2011 geplanten Raumfährenflüge sollen alle am Tag starten. Das Ziel der Endeavour ist die Internationale Raumstation ISS. Ursprünglich sollte die Raumfähre schon am 7. Februar um 4:39 Uhr Ortszeit starten, aber tiefhängende Wolken über dem Startgelände verhinderten den Start.
Die Raumfähre Endeavour auf Startrampe 39A | Am 8. Februar 2010 soll die Raumfäre Endeavour zur Internationalen Raumstation ISS fliegen. An Bord befinden sich sieben Astronauten und ein Verbindungsknotenmodul für die ISS.


Im Frachtraum der Endeavour befinden sich die letzten größeren Bauteile, die mit einer Raumfähre zur ISS befördert werden: das Verbindungsknotenmodul "Tranquility" sowie die "Cupola", eine Rundumsichtkuppel, die von der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA entwickelt wurde.

Der Flug soll insgesamt 13 Tage dauern, die Rückkehr ist um den 21. Februar 2010 vorgesehen. An Bord der Endeavour befinden sich sieben Astronauten. Nach dem Andocken an die ISS sind drei Weltraumausstiege geplant, welche die Montage des neuen Moduls an die ISS vervollständigen. Im Verbindungsmodul steht danach zusätzlicher Arbeitsraum für die ISS-Mannschaften Verfügung.

Die Kuppel wird in Richtung Erde am Verbindungsmodul Tranquility an der ISS montiert. Die "Cupola" ist 1,5 Meter hoch, weist einen Durchmesser von drei Metern auf sowie eine Masse von fast zwei Tonnen.
Die "Cupola" bei der Endmontage | Sieben Fenster bietet die von der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA gebaute "Cupola". Hier sind die metallenen Schutzblenden zum Schutz der mehrlagigen Glasfenster zugeklappt.


Die Kuppel, in der zwei Besatzungsmitglieder gleichzeitig Platz finden, dient in erster Linie Beobachtungszwecken. Damit lässt sich unter anderem der Roboterarm der ISS besser steuern. Zudem wird während Außenbordaktivitäten die Kommunikation der Besatzung mit den Kollegen außerhalb vereinfacht. Zusätzlich dient die Kuppel als Entspannungsort der Astronauten.

Am 8. Februar 1999 hatte die ESA den Auftrag zum Bau des Moduls Tranquility und der Kuppel an die italienische Firma Alenia Spazio vergeben. Sechs weitere Firmen waren an dem Projekt beteiligt. Nach fünfjähriger Bauzeit wurde die Kuppel am 7. Juli 2005 im Kennedy Space Center im US-Bundessstaat Florida offiziell an die NASA übergeben.
Die "Cupola" am Modul "Tranquility" | Nach ihrer Montage bietet die "Cupola" eine fantastische Aussicht auf die Erde und Teile der Internationalen Raumstation. Außerdem lassen sich von hier aus die Anlegemanöver von Raumschiffen verfolgen.


Tranquility ist das dritte Verbindungsmodul der ISS nach Unity (Node 1) und Harmony (Node 2). Die Internationale Raumstation verfügt über modernste Lebenserhaltungssysteme, die das anfallende Abwasser aufbereiten, die Atmosphäre wiederherstellen und die Atemluft filtern. Tranquility (Node 3) soll hierfür Strom-, Daten-, Kommando-, Temperatur- und Umwelteinrichtungen aufnehmen. Der Name Tranquility erinnert an das 40-jährige Jubiläum der ersten Mondlandung im Mare Tranquillitatis auf dem Erdtrabanten.

Tilmann Althaus, Sarah Dangel

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