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Raumfahrt: Deutscher Astronaut Maurer auf der Erde gelandet

Nach rund einem halben Jahr im Weltall sind Astronaut Matthias Maurer und der Rest der Crew zurück auf der Erde. Die Raumkapsel landete sicher im Meer.
Die vier kommerziellen Crew-Astronauten der SpaceX Crew-3-Mission sind in ihren Dragon-Raumanzügen bei einem Fit-Check an Bord des Harmony-Moduls der Internationalen Raumstation zu sehen. (21. April 2021)
Die vier kommerziellen Crew-Astronauten der SpaceX Crew-3-Mission sind in ihren Dragon-Raumanzügen bei einem Fit-Check an Bord des Harmony-Moduls der Internationalen Raumstation zu sehen. (Archivbild, 21. April 2021)

Von vier Fallschirmen gebremst ist der Astronaut Matthias Maurer sicher im Meer vor der Küste Floridas in den USA gewassert, wie die Raumfahrtbehörde NASA mitteilte. Er und der Rest der Crew – die US-Astronauten Kayla Barron, Raja Chari und Thomas Marshburn – waren rund 24 Stunden zuvor an Bord einer »Crew Dragon«-Kapsel von der Internationalen Raumstation ISS aufgebrochen.

Maurer hatte seit November 2021 auf der Internationalen Raumstation ISS an wissenschaftlichen Experimenten geforscht und war für Arbeiten auch ins freie Weltall ausgestiegen. Der Astronaut der europäischen Raumfahrtagentur ESA war der zwölfte Deutsche im Kosmos. Am späten Freitagabend wird er zurück in Deutschland erwartet.

Nach der Landung der Rückkehrer nahmen Schiffe mit Bergungsteams Kurs auf die etwa drei Tonnen schwere »Crew Dragon«-Raumkapsel des privaten US-Unternehmens SpaceX. Die Fähre »Endurance« (Ausdauer) mit den Astronauten Maurer, Barron, Chari und Marshburn hatte am Donnerstag von der ISS abgedockt. Auf dem Außenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde arbeiten jetzt noch drei Russen, drei US-Amerikaner und eine Italienerin.

Mauer sei während seiner 177 Tage langen Mission mit dem Namen »Cosmic Kiss« an mehr als 100 Experimenten beteiligt gewesen, davon 34 aus Deutschland, sagte Vorstandschefin Anke Kaysser-Pyzalla vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). »Die Resultate werden dazu beitragen, dass wir irdische Probleme unter anderem in der Biologie, Medizin und Materialwissenschaft noch besser verstehen können.«

»Welcome home«, schrieb Europas Raumfahrtchef Josef Aschbacher bei Twitter. Volker Schmid, Manager der Maurer-Mission beim DLR, sprach von einem »enormen Arbeitspensum«, das Maurer »mit Bravour gemeistert« habe. Der Astronaut mit einem Doktortitel in Materialwissenschaft war der vierte Deutsche auf der ISS.

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