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Kommerzielle Raumfahrt: Erste private Mission zur ISS verschoben

In den kommenden Tagen soll erstmals eine rein private vierköpfige Crew aus Astronauten und Unternehmern mit SpaceX zur Internationalen Raumstation fliegen. Neuer Starttermin ist der 6. April 2022.
Eine »Crew Dragon« von der ISS aus gesehen

Der eigentlich für Sonntag geplante Start der ersten privaten Mission zur Internationalen Raumstation ISS ist um einige Tage verschoben worden. Die »Ax-1«-Mission solle nun am Mittwoch, den 6. April 2022, vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida starten, teilten die Veranstalter am Dienstag mit. Ein Grund für die Verschiebung wurde zunächst nicht genannt.

Bei der Ax-1-Mission handelt es sich um die erste komplett private Crew, die zur ISS aufbricht. Sie besteht aus dem spanisch-amerikanischen Astronauten Michael López-Alegría, dem US-Unternehmer Larry Connor, dem israelischen Unternehmer und Piloten Eytan Stibbe sowie dem kanadischen Investor Mark Pathy.

Organisiert wird das Ganze vom privaten Raumfahrtunternehmen Axiom in Zusammenarbeit mit der US-Raumfahrtbehörde NASA. Fliegen soll die Mannschaft in einer Crew-Dragon-Kapsel der Firma SpaceX. Die vier Axiom-Flieger werden rund eine Woche lang auf der ISS bleiben und dort wissenschaftliche Experimente durchführen.

Von Seiten der NASA hieß es im Mai 2021, man sei begeistert, mit solchen Missionen mehr Menschen den Zugang zu Raumflügen ermöglichen zu können. Es sei das Ziel des Commercial Crew und des Commercial Low-Earth Orbit Development Program, dass Dienstleister wie SpaceX künftig auch andere Kunden haben und so ein kommerzielles Wirtschaftssystem im Erdorbit entstehe.

Den ersten Flug für Privatkunden hat SpaceX bereits hinter sich: Im September 2021 charterte der US-Milliardär Jared Isaacman eine Crew-Dragon-Kapsel des Raumfahrtunternehmens für einen Ausflug ins All. Gemeinsam mit drei weiteren Laien umkreiste er in der weitgehend automatisch gesteuerten Kapsel mehrere Tage die Erde. (dam)

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