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Zwergplanet Ceres: Raumsonde Dawn sendet neue Bilder von Ceres

Nach mehr als einem Monat Pause funkte die Raumsonde neue Ansichten des Zwergplaneten Ceres zur Erde. Die Sonde befindet sich derzeit im Anflug auf ihren ersten Arbeitsorbit.
Raumsonde Dawn in der Umlaufbahn des Zwergplaneten Ceres

Seit dem 1. März 2015 hatte die Raumsonde Dawn keine neuen Bilder ihres Zielobjekts mehr übertragen, auch als sie am 6. März in eine erste Umlaufbahn um Ceres eingetreten war. Nun funkte sie neue Bilder, die am 10. April 2015 aufgenommen wurden, zur Erde. Sie zeigen den Nordpol des Zwergplaneten und die darum befindliche, stark zerklüftete und zerkraterte Oberfläche. Ceres rotiert in 9,13 Stunden einmal um seine Achse.

Zwergplanet Ceres am 10. April 2015 | Aus einer Entfernung von 33 000 Kilometern nahm am 10. April 2015 die Raumsonde Dawn den Zwergplaneten Ceres auf. Diese Sequenz aus 20 Bildern ist auf den Nordpol des Zwergplaneten gerichtet, der eigentliche Pol befindet sich in der Mitte am inneren Rand der Sichel. Durch das in niedrigem Winkel einfallende Sonnenlicht tritt das zerklüftete Relief von Ceres besonders deutlich hervor.

Dass Dawn so lange keine Bilder von Ceres mehr aufnahm, lag daran, dass sie sich nach dem Eintritt in die Umlaufbahn auf der Nachtseite des Zwergplaneten befand und daher nichts zu sehen gewesen wäre. Derzeit ist die Sonde mittels ihres Ionenantriebs dabei, ihre Bahn um Ceres so weit zu ändern, dass sie am 23. April in den ersten Kartierorbit eintreten kann. Dieser wird Dawn in 13 500 Kilometer Höhe über die beiden Pole von Ceres führen, die Umlaufperiode beträgt 15 Tage. Von dort aus wird Dawn die gesamte Oberfläche des Zwergplaneten mit einer räumlichen Auflösung von 1,3 Kilometern pro Bildpunkt erfassen.

Ceres am 10. April 2015 | Mit einer Auflösung von 3,1 Kilometern pro Bildpunkt ist dies die bislang schärfste Aufnahme des Zwergplaneten Ceres. Das Bild nahm die Raumsonde Dawn am 10. April 2015 aus einer Entfernung von 33 000 Kilometern auf.

Auf dieser Bahn wird Dawn für 20 Tage verweilen. Danach wird durch Schubmanöver mit dem Ionenantrieb die Umlaufhöhe nach und nach weiter abgesenkt. Am 7. Juni 2015 wird sich Dawn in einer polaren Bahn in 4400 Kilometer Höhe über Ceres befinden. Die Bilder erreichen dann eine Auflösung von 400 Metern pro Bildpunkt. Zwei Monate später wird die Umlaufhöhe 1500 Kilometer reduziert, auf den Aufnahmen lassen sich nun 130 Meter große Strukturen erkennen. Erst zum Jahresende hin wird Dawn in die endgültige niedrige Umlaufbahn in 375 Kilometer Höhe über der Oberfläche eintreten und den gesamten Zwergplaneten mit einer Auflösung von 35 Metern pro Bildpunkt erfassen.

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