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News: Reich und selbstmordgefährdet

Geisteskranke gelten als selbstmordgefährdet – das Risiko steigt jedoch auch mit dem Einkommen. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen dänische Wissenschaftler der Universität Aarhus. Sie analysierten die Daten von 881 Personen, die in Dänemark in der Zeit von 1982 bis 1994 Selbstmord begangen hatten und verglichen jedes Opfer mit etwa 100 Personen gleichen Geschlechts und Alters. Laut ihrer Studie sinkt das Selbstmordrisiko mit sinkenden Einkommen. Die Wissenschaftler erklären dieses Phänomen mit der größeren gesellschaftlichen Stigmatisierung von Geisteskrankheit in höheren sozialen Schichten. Die Krankheit wird häufig nicht eingestanden und dann nicht behandelt.

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  • Quellen
British Medical Journal 322: 334–335 (2001)

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