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Reptilien: Kälte lässt Leguane in Florida von den Bäumen fallen

Es ist sehr kalt in Florida. Wildhüter nutzten die Gelegenheit, um den als Plage geltenden Echsen zu Leibe zu rücken.
Eine grüne Leguan-Echse sitzt auf einem Felsen mit einem verschwommenen blauen Hintergrund, der Wasser andeutet. Die Echse hat eine auffällige, leuchtend grüne Haut mit dunklen Streifen und einer Reihe von Stacheln entlang ihres Rückens. Sie blickt nach links und zeigt ihre schuppige Textur und kräftigen Beine.
Grüne Leguane stammen aus Mittel- und Südamerika und gelten in Florida als invasive Art.

Ungewöhnliche Kälte hat im sonst sonnenverwöhnten US-Bundesstaat Florida massenhaft Leguane von den Bäumen purzeln lassen. Bei Temperaturen unter zehn Grad Celsius verlangsamen die wechselwarmen Echsen ihre Körperfunktion – bis hin zu einer Kältestarre, die sie den Halt verlieren lässt, wie örtliche Medien berichteten. Die Tiere stürzen dann, meist unverletzt, regungslos zu Boden. Wenn es wärmer wird, erholen sie sich wieder.

Das Phänomen ist in Florida bekannt. Neu ist aber, dass die Wildschutzbehörde (FWC) dieses Mal die Gelegenheit genutzt hat, um die bis zu zwei Meter langen Reptilien in größerem Stil beseitigen zu lassen. Der Grüne Leguan sei eine invasive Art, die den örtlichen Ökosystemen und der Wirtschaft schade, hieß es in einer Mitteilung. Schuld an den niedrigen Temperaturen ist ein Ausbruch polarer Kaltluft aus dem nördlichen Kanada, der bis nach Florida reichte. Er bescherte dem südlichen Bundesstaat die niedrigsten Temperaturen seit 1989.

Bewohner erhielten daher für zwei Tage die Erlaubnis, die erstarrten Echsen zu FWC-Standorten zu bringen und dort von Fachleuten »auf humane Weise« töten zu lassen oder an lizenzierte Tierhändler außerhalb des Bundesstaates weiterzugeben. Insgesamt seien an den Standorten 5195 der Echsen abgegeben worden, teilte die FWC am Mittwoch (Ortszeit) mit.

Die Population des Grünen Leguans (Iguana iguana) in Südflorida sei seit der ersten Sichtung in den 1960er-Jahren Schätzungen zufolge auf bis zu eine Million Tiere angewachsen und habe sich zu einer Plage entwickelt, hieß es in Medienberichten. Die von Argentinien bis Mexiko verbreiteten Echsen bedrohen demnach nicht nur einheimische Pflanzenarten, sondern graben auch Löcher, die Häuser und Gehwege beschädigen.

Generell treten in Florida viele Probleme mit invasiven Arten auf. Starken Einfluss auf das Everglades-Ökosystem haben beispielsweise asiatische Pythons, die sich massenhaft vermehrt haben, kaum natürliche Feinde aufweisen und viele heimische Säugetierarten drastisch reduzierten. Sie werden teilweise mit speziellen Methoden aufgespürt und bejagt, um ihre Zahl unter Kontrolle zu bekommen.

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