Direkt zum Inhalt

Raumfahrt: Riesenrakete Starship von SpaceX absolviert erfolgreichen Testflug

Mit der Rakete Starship will SpaceX-Chef Elon Musk zum Mars. Nach zwölf Versuchen war der Testflug mit der Riesenrakete in der letzten Nacht deutscher Zeit gelungen. An Bord waren keine Menschen.
Eine Rakete steht auf einer Startrampe bei Sonnenuntergang. Der Himmel ist in Blau- und Orangetönen gefärbt. Im Vordergrund sind die Silhouetten der Rakete und der Startrampe zu sehen, während im Hintergrund Gebäude und Anlagen leicht beleuchtet sind. Wolken ziehen über den Himmel.

Das größte jemals gebaute Raketensystem der Raumfahrtgeschichte hat seinen 13. Testflug weitgehend nach Plan absolviert. Das vom privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX von Tech-Billionär Elon Musk entwickelte Starship startete vom Raketenstartplatz des Unternehmens im US-Bundesstaat Texas und flog ohne Crew eine Weile durch das Weltall.

Planmäßiger Verlauf

Die obere Raketenstufe stürzte dann rund eine Stunde später wie geplant kontrolliert in den Indischen Ozean. Die untere Raketenstufe war bereits kurz nach dem Start planmäßig ins Meer in der Nähe des Startplatzes gefallen. Auch das Aussetzen von Satelliten wurde wieder simuliert. Diesmal handelte es sich um 20 funktionierende Starlink-Internetsatelliten, die allerdings wie geplant kurz nach dem Aussetzen in der Atmosphäre verglühten.

Der 13. Testflug hätte eigentlich bereits vor rund einer Woche stattfinden sollen, musste dann aber kurz vor dem Start abgebrochen werden, weil einige Triebwerke nicht zündeten. Anschließend gab es noch eine weitere wetterbedingte Verschiebung. Zum zweiten Mal kam bei diesem Test die Version 3 des Starship zum Einsatz. Dabei handelt es sich nach Angaben des Unternehmens um eine unter anderem im Hinblick auf Design und Leistungsfähigkeit komplett überarbeitete Version der Riesenrakete.

Starship soll zum Mars

Das Raketensystem Starship ist mit 124 Metern Länge größer als die Freiheitsstatue in New York. Es besteht aus zwei Teilen, die sich nach dem Start trennen: dem etwa 70 Meter langen Booster Super Heavy und der – ebenfalls Starship genannten – oberen Stufe, die rund 50 Meter misst. 

Beide Teile sind so konzipiert, dass sie nach der Rückkehr zur Erde wiederverwendet werden können. Die US-Raumfahrtbehörde NASA will mit dem Starship Astronautinnen und Astronauten zum Mond schicken, während SpaceX zudem das Ziel verfolgt, eines Tages den Mars zu erreichen.

Erstmals war das Raketensystem im April 2023 getestet worden – und damals nach wenigen Minuten komplett explodiert. Bei weiteren Tests erreichte die obere Stufe das All und landete auch schon kontrolliert im Indischen Ozean. Mehrere Testflüge waren allerdings auch bereits deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

SpaceX hatte vor Kurzem den bislang größten Börsengang hingelegt, zuletzt war die Aktie allerdings unter den Ausgabepreis gefallen.

Schreiben Sie uns!

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

Partnerinhalte

Bitte erlauben Sie Javascript, um die volle Funktionalität von Spektrum.de zu erhalten.