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Genetik: Risiko-Gen für Fettleibigkeit verändert DNA

Ein Gen, das mit Übergewicht in Zusammenhang gebracht wird, beeinflusst die Genablesung im Gehirn. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher aus England, als sie das Gen FTO näher charakterisierten.

Im April dieses Jahres hatte eine britische Studie ergeben, dass eine bestimmte Variante des Gens FTO (fat mass and obesity associated) mit einem erhöhten Risiko zur Fettleibigkeit verbunden ist: Fast siebzig Prozent der Individuen, die diese Variante in zweifacher Ausführung besaßen, wogen im Durchschnitt drei Kilogramm mehr als Vergleichspersonen, denen diese Genversion fehlte.

Auf der Suche nach der genauen Funktion des FTO-Gens entdeckten nun Wissenschaftler um Christopher Schofield von der Universität Oxford, dass das zugehörige Protein FTO einer Enzymfamilie ähnelt, die DNA chemisch modifizieren kann: Indem sie Methylgruppen von den DNA-Strängen entfernt, aktiviert sie bestimmte Gene und spielt somit eine wichtige Rolle in der Genregulation.

Bei Mäusen zeigte sich, dass das Gen vor allem im Hypothalamus abgelesen wird – einer Hirnregion, die das Hunger- und Sättigungsgefühl kontrolliert. Hatten die Tiere jedoch 48 Stunden gefastet, verringerte sich die Genaktivität.

Wie das Protein FTO den Appetit beeinflusst, ist noch unklar. Die Forscher vermuten, dass es die Aktivität mehrerer Gene kontrolliert, die das Essverhalten steuern. (vs)
10.11.2007

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 10.11.2007

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