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Umweltgeschichte: Römer verursachten höchste Bleikonzentrationen vor Alexandria

Französische Forscher haben in Sedimenten vor der Küste Alexandrias die höchsten Blei-Konzentrationen gemessen, die jemals in Küstenablagerungen vor alten Städten gefunden wurden. Sie stammen aus griechischer und römischer Zeit und sind doppelt so hoch wie in heutigen Industrieregionen, berichtet die Forschergruppe um Jean-Philippe Goiran von der Universität Lyon II. Sie hatte den Blei-Gehalt alter Hafensedimente untersucht und den Ablagerungszeitpunkt mit Hilfe von Isotopenmethoden datiert.

Ein deutlicher Anstieg des Blei-Gehalts liegt zur Zeit des Alten Reiches (2686 – 2181 v. Ch.). Einen zweiten Höchstwert fanden die Wissenschaftler gegen Ende der bedeutenden Ramses-Dynastien während der Eisenzeit (1000 – 800 v. Chr.). Damit konnten sie die vorhellenistische Besiedlung von Alexandria zweifelsfrei nachweisen. Bislang gab es Hinweise auf die frühere Siedlung "Rhakotis" lediglich aus antiken Schriften von Plinius und Strabo.
31.03.2006

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 31.03.2006

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