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Unterwasserarchäologie: Römischer Schiffsfriedhof

Amphoren aus Schiffswrack
Gleich fünf Schriffswracks aus der Römerzeit haben Archäologen vor der italienischen Insel Ventotene entdeckt. Der sichere Hafen dort war damals vor allem Ziel von Frachtern, wenn sie auf stürmischer See in Not geraten waren. Doch nicht alle hatten es geschafft.

Die Forscher um Timmy Gambin vom Aurora Trust hatten die Überreste mit Hilfe von Sonargeräten in 100 Meter Tiefe entdeckt. Die Schiffe stammen aus einer Zeit zwischen dem 1. vor- und dem 5. nachchristlichen Jahrhundert. Sie hatten Wein aus Italien geladen, Fischsauce aus Spanien und Nordafrika sowie Metallbarren, aus denen wohl Statuen und Waffen gefertigt werden sollten.

Der Import solcher Güter war ein wichtiger Teil des römischen Handels: In den Anfängen des Reiches exportierten die Römer eigene Erzeugnisse in die neuen Provinzen. Doch mit der Zeit produzierten sie weniger und kauften stattdessen Waren aus anderen Regionen ein.

Ventotene vor der Küste Kampaniens war nicht nur bei Seefahrern bekannt. Oft wurden in Ungnade gefallene adelige Frauen dorthin ins Exil geschickt. Kaiser Augustus etwa verbannte seine Tochter Julia auf die Insel, nachdem sie Ehebruch begangen hatte.

Lisa Leander

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