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Rosetta-Mission

Rosetta rast Richtung Mars

Rosetta: Swing-By am Mars
Die Flugleiter und Ingenieure haben mit den letzten Vorbereitungen für den waghalsigen Vorbeiflug der europäischen Kometensonde hinter dem Mars begonnen.

Der Fly-by findet in der Nacht von Samstag auf Sonntag statt. Rosetta verschwindet dabei hinter dem Roten Planeten, die Solarzellen können in dieser Zeit keinen Strom liefern und der Funkkontakt zur Erde reißt für 25 Minuten ab.

Der Kometenjäger befindet sich auf einer zehn Jahre dauernden Reise zum Schweifstern 67P/Churyumov-Gerasimenko. Die Reiseroute ist sehr komplex und umfasst vier Swing-by-Manöver, drei an der Erde (2005, 2007, 2009) und das jetzige an Mars. Dieser Vorbeiflug geht mit rasanten 30 000 Kilometern pro Stunde vonstatten – in einer Minimalhöhe von gerade 250 Kilometern über der Marsoberfläche. Zu diesem Zeitpunkt sind Mars Express 11 000 und der Mars Reconnaissance Orbiter der Nasa 7200 Kilometer entfernt.

Die weitere Route führt Rosetta auch zu zwei Asteroiden: 2008 zum Kleinplaneten (2867) Steins und zwei Jahre später zu (21) Lutetia. Letzteren hat die Sonde Anfang diesen Jahres schon genauer beobachtet, um die Bahn und Rotation dieses 100-Kilometer-Brockens näher zu bestimmen.

Jetzt sind aber die Instrumente auf den Roten Planeten gerichtet. Die dabei erhaltenen Daten sind nicht zuletzt hilfreich, um das ordnungsgemäße Funktionieren der Messgeräte zu überprüfen. Für den Spektrum-Verlag berichtet Tilmann Althaus von Sterne und Weltraum aus dem Esoc, dem Kontrollzentrum der Esa in Darmstadt, über das Wochenend-Manöver Rosettas. (dre)
24.02.2007

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 24.02.2007

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