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Kometenmission: Rosetta schießt erste Kometenbilder

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Die Kometensonde Rosetta der Europäischen Weltraumorganisation Esa hat ihre erste wissenschaftliche Bewährungsprobe bestanden und aus rund 95 Millionen Kilometer Entfernung Bilder vom Kometen C/2002 T7 (Linear) geschossen.

Linear bewegt sich derzeit zum ersten und einzigen Mal durch das innere Sonnensystem. Neben den fotografischen Aufnahmen nahmen die Wissenschaftler auch Spektren des Kometen, seines Komas und seines Schweifs auf. Dabei konnten die Forscher bereits Wassermoleküle in der dünnen Kometenatmosphäre nachweisen. Zur genaueren Analyse müssen die Instrumente allerdings noch kalibriert werden. Das soll in den nächsten Monaten geschehen.

Die Aufnahmen, die bereits am 30. April mit dem Osiris-Kamerasystem entstanden, sowie weitere Messungen mit drei anderen Instrumenten (Alice, Miro und Virtis) waren Teil der ersten Phase der Inbetriebnahme und Tests, die kurz nach dem Start der Sonde am 2. März dieses Jahres begann.

Laut Esa haben die Instrumente an Bord der Rosetta-Muttersonde sowie des Landers Philae bislang alle Tests anstandslos bestanden. Bis Anfang Juni soll noch die Prüfung der Systeme fortgesetzt werden, dann hat Rosetta einige Wochen Ruhe. Erst im September muss die Sonde eine zweite Testreihe absolvieren.

Im August 2014 soll die Sonde in eine Umlaufbahn um den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko einschwenken. Der Lander Philae soll drei Monate später zur ersten Landung auf einem Kometen ansetzen.
28.05.2004

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 28.05.2004

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