Direkt zum Inhalt

Rosetta-Mission: Rosetta schwenkt zielgenau gen Erde

Rosetta
Das Schwungholen der Raumsonde Rosetta am Mars hat wie geplant funktioniert, freuen sich die Spezialisten des Kontrollzentrums Esoc in Darmstadt: Genau zum geplanten Zeitpunkt stellte die Kometensonde den zuvor notgedrungen im Funkloch des Planetenschattens verlorengegangenen Kontakt zur Bodenstation wieder her. Der Jubel war groß, denn eigentlich ist Rosetta nicht für ein solches Manöver ausgelegt.

Mars im UV | Diese Weitwinkelaufnahme erstellte Rosetta am 24.2.2007 im Ultraviolettbereich mit dem OH-Filter, der beim Kometen "Tschuri" später Wasser aufspüren soll. Deutlich ist die Bewölkung in den Polarregionen zu sehen, die Ausschnittsvergrößerung zeigt eine Wolke in den äußeren Atmosphärenschichten.
Verzögerungen beim Start und eine neue Zielauswahl machten jedoch die komplizierte Flugbahn notwendig. Der Rote Planet schleudert das Raumfahrzeug wieder zurück zur Erde, an der sie im November und dann noch einmal im November 2009 Schwung für den Flug zum Jupiter holt. Von dort aus nimmt sie dann Kurs auf den Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko, den sie auf seinem Weg in das innere Sonnensystem begleiten wird.

Mars im UV | Aus 240 000 Kilometern Entfernung nahm Rosetta am 24.2. 2007 den Roten Planeten auf. Es ist ein Zweifarbenkomposit mit einer Auflösung der Planetenoberfläche von etwa fünf Kilometern.
Rosetta lieferte eine ganze Reihe fantastischer Aufnahmen mit dem optisch/infraroten abbildenden Spektrografen Osiris, darunter auch welche durch den OH-Filter, mit dem die Sonde nach Wasser auf dem Kometen suchen soll.

Ein weiteres Forschungsziel beim Mars-Vorbeiflug war, nach dessen mysteriösen Ringen Ausschau zu halten. Die Auswertung der Daten wird die Experten aber noch etwas beschäftigen. (Dre)

Schreiben Sie uns!

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

Partnerinhalte

Bitte erlauben Sie Javascript, um die volle Funktionalität von Spektrum.de zu erhalten.