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News: Russen und Europäer proben bemannte Marsmission

Im Frühling 2008 soll eine sechsköpfige Crew zum Mars fliegen – allerdings nur simuliert. Die Mannschaft wird 500 Tage lang in einer abgeschlossenen Testeinrichtung in Russland leben. Die Anlage besteht aus mehreren Metallcontainern, die über enge Gänge miteinander verbunden sind.
Bemannt zum Mars?
Wie die europäische Weltraumorganisation Esa mitteilt, hat die Einrichtung eine Grundfläche von 200 Quadratmetern. Sie besteht aus einem medizinischen Zentrum, einem Forschungszentrum, einem Wohnbereich und einer Küche. Sogar ein "Landefahrzeug" ist da, um den Abstieg auf die Marsoberfläche zu proben.

Die Mannschaft soll während ihres 500-tägigen "Flugs" ähnliche Herausforderungen meistern wie auf einer echten Marsmission. Sie darf die Einrichtung nicht verlassen und muss alle auftretenden Probleme selbstständig lösen. Zwar kann sie mit der Außenwelt kommunizieren, muss jedoch bis zu 40 Minuten auf eine Antwort warten. Die Crew soll simulierte Unfälle bewältigen, außerdem ist damit zu rechnen, dass Teilnehmer während der Mission erkranken – etwa an Grippe oder Erkältung. Und selbstverständlich wird das ständige Aufeinanderhocken in der engen Anlage eine große psychische Belastung für die Teilnehmer darstellen.

Der Testflug mit dem Namen Mars500 wird vom russischen Institut für Biomedizinische Probleme (IBMP) organisiert, die Esa beteiligt sich daran. Mars500 soll zeigen, welche Probleme während eines Flugs zum Roten Planeten auftreten können und wie sie sich lösen lassen. Die Europäer interessieren sich dabei besonders für die psychologische Belastung der Teilnehmer.

FS

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