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Megafauna: Säbelzahn-Kängurus und dämonische Enten

Australische Paläontologen haben im Outback des Landes die versteinerten Überreste von Kängurus mit dem Namen Ekaltadeta efunden, die so gar nicht den allgemein bekannten Kenntnissen dieser Beuteltiere entsprechen: Sie besaßen unter anderem wolfsartige Fangzähne.

Doch dies scheint nicht die einzige Eigentümlichkeit der Fleisch fressenden Tiere gewesen zu sein, wie die Forscher um Michael Archer und Sue Hand von der Universität von New South Wales weiter mitteilen. So erjagten diese Kängurus vor zehn bis zwanzig Millionen Jahren ihre Beute nicht hüpfend, sondern galoppierten ihnen regelrecht durch das Buschland hinterher, wie große starke Vorderläufe der Fossilien andeuten. Einmal erlegt, zerteilten sie ihre Opfer mit scharfkantigen Zähnen, die nach Angaben von Sue Hand wohl sogar Knochen zerbrechen und Fleisch leicht vom Kadaver absäbeln konnten.

Die Fundstätte im nordwestlichen Queensland offenbarte insgesamt zwanzig zuvor unbekannte Tierarten – darunter Lungenfische und riesige flugunfähige Entenvögel (Dromornithiden). Die Körpermerkmale der Vögel deuten darauf hin, dass auch sie womöglich Räuber waren. Deshalb und wegen der beeindruckenden Größe des Federviehs von bis zu drei Metern Höhe bezeichneten sie die Forscher als "dämonische Enten des Verderbens".

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