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Ägypten: Sarkophag der mysteriösen Königin Behenu entdeckt

Mission Archéologique Française de Saqqâra / Wapedia
Als Ehefrau eines ägyptischen Pharaos stand Behenu vor über 4000 Jahren ein prächtiges Grab zu. In der Totenstadt Sakkara südlich von Kairo ist es nun entdeckt worden. Französische Archäologen stießen unter den Ruinen ihrer Pyramide nicht nur auf die Grabkammer Behenus, sondern auch auf ihren Sarkophag.
Unter Behenus Pyramide in Sakkara ... | ... konnten die Ägyptologen nun auch den Sarkophag entdecken.
Dass es sich bei dem fünf mal zehn Meter großen Totentempel zweifelsfrei um den von Behenu handelt, beweist der Granitsarkophag, auf dem ihr Name und ihre Titel eingemeißelt wurden. Auch wenn die Mumie der Königin nicht mehr erhalten ist und die Kammer selbst wohl schon in der Antike geplündert wurde, geben die Funde Aufschluss über die Bestattungsriten der sechsten Dynastie der zweiten Hälfte des dritten Jahrtausends vor Christus.

Behenu ... | ... war eine Pharaonengattin des Alten Reichs.
Denn an zwei Wänden der einstigen Grabkammer entdeckten die Ägyptologen um Philippe Collombert von der Mission Archéologique Française de Saqqâra auf weißem Stein fromme Wünsche für die Verstorbene: Auf den so genannten Pyramidentexten sind Gebete eingemeißelt, die der Königin die Weiterreise in das Leben nach den Tod erleichtern sollen. Dieser Brauch war unter den Herrschern der fünften und sechsten Dynastie verbreitet, doch sind Pyramidentexte selten gut erhalten. Laut Collombert wurde vor Behenu nur eine einzige Pharaonengattin mit den steinernen Gebeten zur Ruhe gelegt.

Diese Hieroglyphen enthüllen ... | ... den Namen der Königin. Daher konnten die Forscher die Grabkammer mit dem Sarkophag auch zweifelsfrei zuordnen.
Die französischen Ägyptologen sind in Sakkara schon auf sieben Pyramiden von Königinnen des Alten Reichs gestoßen, so auch auf jene Behenus. Dennoch bleibt ihr Leben weiterhin rätselhaft, selbst die Frage, ob sie die Ehefrau von Pharao Pepi I oder von Pepi II war, kann nicht zweifelsfrei geklärt werden. Ihr Grabbau liegt allerdings nahe an jenem des ersten Pepi.

Die sechste Dynastie des Alten Reichs war eine Zeit des Niedergangs: Die Zentralgewalt des Pharaos in Memphis schwand zugunsten von regionalen und rivalisierenden Fürsten. Hungersnöte und offene Aufstände führten letztlich zu einer Spaltung Ägyptens. (nm)

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