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Antarktis-Forschung: Satellit macht Verfolgung von Eisbergen möglich

Der Envisat-Satellit
Eisberge können nun bei ihrer Reise in antarktischen Gewässern beobachtet werden. Möglich macht dies eine neue Betriebsart des europäischen Satelliten Envisat, die von Wissenschaftlern der Esa entwickelt wurde.

Satellitenaufnahme der Antarktis | Das Bild ist aus mehreren Aufnahmen zusammengesetzt, sodass sich die Bewegungen der Eisberge überlagern.
Im so genannten Global Monitoring Modus kann der Satellit Flächen mit bis zu vierhundert Kilometern Durchmesser abbilden. Das dazu eingesetzte Radar-Gerät (Advanced Synthetic Aperture Radar, ASAR) arbeitet auch bei polaren Stürmen und bei Dunkelheit zuverlässig und macht die Unterscheidung von Eis und Wasser möglich. Werden die einzelnen Bilder des Satelliten wie ein Puzzle zusammengelegt, so ergibt sich ein großes, die ganze Antarktis abdeckendes Gesamtbild. Spielt man sie hintereinander ab, so entstehen Filme, die zeigen, wie Gletscher kalben oder welche Strecken Eisberge auf ihrem Weg in wärmere Gewässer zurücklegen.

Diese Informationen könnten in Zukunft für die Schifffahrt von Bedeutung sein – in den letzten Jahren traten immer öfter durch kleinere Eisberge verursachte Probleme bei der Versorgung von Polarstationen auf. Außerdem soll die Verfolgung der Berge Aufschluss darüber geben, wo und wie schnell sie die in ihrem Eis gespeicherten enormen Mengen an Süßwasser freisetzen.

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