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News: Satellitenbild zeigt das nahe Ende des Aralsees

Der Aralsee ist in den vergangenen 40 Jahren um die Hälfte kleiner geworden und hat drei Viertel seines ursprünglichen Wasservolumens eingebüßt. Mittlerweile hat sich der einst viertgrößte See der Erde zweigeteilt. Der Wasserspiegel ist seit den sechziger Jahren um 13 Meter gesunken und hat eine 40 000 Quadratkilometer große Salzwüste - die Aralkum-Wüste - hinterlassen. Zum Vergleich: Baden-Württemberg ist knapp 36 000 Quadratkilometer groß.

All dies ist eindrucksvoll auf den neuesten Aufnahmen des Medium Resolution Imaging Spectrometer (MERIS) an Bord des ESA-Satelliten Envisat zu sehen, die am 9. Juli 2003 entstanden. Der kleinere der beiden Restseen könnte noch gerettet werden, während der größere bis spätestens 2020 vollkommen austrocknen wird. Sein flacher Wasserspiegel ist auf dem Bild gut zu erkennen.

Ursache für das Schwinden des Aralsees ist die Wasserentnahme aus den beiden Hauptzuflüssen Amu Darya im Süden und Syr Darya im Nordwesten. Planer der ehemaligen Sowjetunion wollten damit die Region im Grenzgebiet von Usbekistan und Kasachstan dauerhaft landwirtschaftlich nutzbar machen.

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