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Klimawandel: Satellitendaten bestätigen Klimaprognosen für Troposphäre

Messwerte des Wasserdampfgehaltes in der oberen Troposphäre zeigen, dass die absolute Luftfeuchte dort in den letzten Jahrzehnten im Zuge des globalen Klimawandels gestiegen ist. Da die wärmere Luft allerdings mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann, blieb die relative Luftfeuchte mehr oder weniger konstant. Simulationen hatten genau diese Entwicklung vorausgesagt. Brian Soden von der Universität von Miami und seine Kollegen sehen ihre Ergebnisse daher auch als wichtige Qualitätsbestätigung gängiger Klimamodelle.

Die Forscher hatten Satellitendaten von 1982 bis 2004 ausgewertet, welche die Wasserdampfgehalte der oberen Troposphäre – im Luftdruckbereich von 200 bis 500 Hektopascal – wiedergaben. Über die Jahre hinweg konnten sie zwar regionale Trends beobachten, global gemittelt jedoch zeigten sich keine signifikanten Veränderungen: Die relative Luftfeuchte war konstant geblieben. Zahlreiche gängige Klimamodelle gehen in ihren Szenarien von einer solchen Konstanz aus.

Modellrechnungen besagen, dass sich der Wasserdampfgehalt der oberen Troposphäre bis zum Ende des Jahrhunderts verdoppeln wird. Da Wasserdampf selbst das wirksamsteTreibhausgas ist – es speichert mehr Wärme als jede andere menschgemachte Emission –, würde dies den globalen Wandel weiter anheizen. Bislang fehlten jedoch ausreichend Daten, die belegen, dass die Annahmen in den Modellen der Realität entsprechen.

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