Direkt zum Inhalt

News: Schlangen entstanden an Land

Genetische Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Vorfahren der Schlangen (Serpentes) an Land lebten und die Gruppe daher nicht marinen Ursprungs ist. Seit dem 19. Jahrhundert streiten sich Wissenschaftler, in welchem Lebensraum der Ursprung der Reptilien-Unterordnung liegt, die heute etwa 3000 Arten umfasst.

Nicolas Vidal und Blair Hedges von der Pennsylvania State University untersuchten zwei Gene aus dem Zellkern an Vertretern von allen 19 Familien heute lebender Echsen und Doppelschleichen (Amphisbaenia) und 17 der insgesamt 25 Schlangenfamilien. Daraus erstellten sie einen Stammbaum, an dem sich abzeichnete, dass die vermutete marine Verwandtschaft, die zur Familie der Varanidae gehört, keine engeren Beziehungen zu Schlangen aufweist. Sie kommen daher als nächste Verwandten mit gemeinsamen Ursprung nicht in Frage.

Den Wissenschaftlern zufolge dürften die Schlangen daher aus einer Gruppe grabender Landbewohner hervorgegangen sein, wobei noch nicht geklärt ist, ob die Tiere ihre Baue selbst gruben oder verlassene Anlagen anderer Tiere nutzten.

Lesermeinung

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Lesermeinungen können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!

  • Quellen
Proceedings of the Royal Society: Biology Letters 10.1098/rsbl.203.0151 (2004)

Partnerinhalte