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Sommerloch heute: Schminktipps vom Handy

Handy, Handy in der Hand...
In Zukunft soll ein Selbstporträt mit dem Handy stundenlange Beratungs-Odysseen durch Kosmetikgeschäfte ersparen, hofft Nina Bhatti. Sie und ihr Team von Hewlett-Packard in Palo Alto haben eine neue Technologie entwickelt, bei der das Mobiltelefon ein zum Hauttyp passendes Make-up vorschlägt.

Ein Computer schickt innerhalb weniger Sekunden sein objektives Urteil per SMS aufs Display, nachdem er das Porträt als MMS erhalten hat. Die Maschine greift bei ihrer Empfehlung auf die Erfahrung menschlicher Schmink-Experten zurück, die sie in Form von Rechenmustern gespeichert hat. In ersten Probeläufen zeigten sich Frauen jeder Hautfarbe begeistert, berichtet Bhatti. Das System überzeuge sogar Frauen, die sich ohne weiteres einen teuren Termin in einem Kosmetik-Studio leisten könnten, wie Melissa Kirch. Die freie Autorin aus Manhattan verzichtet gerne auf persönliche Betreuung, denn manche der Verkäufer
Auch die Wissenschaft kennt ein Sommerloch. Mehr und mehr fluten dann Ergebnisse die Medien, die sonst kaum den Weg in die Berichterstattung finden. Mit der Reihe "Sommerloch heute" möchten wir Ihnen eine Auswahl präsentieren.
wollten "mich am liebsten auf einen Hocker setzen und zur Drag-Queen schminken."

Als Grundlage für die elektronische Kosmetikberatung verwendeten die Forscher eine Software, die bereits in vielen Digitalkameras zum Einsatz kommt. Das Programm erkennt menschliche Gesichter und kann die Farbtöne eines Fotos so korrigieren, dass äußere Einflüsse wie Beleuchtung oder die Bildqualität keine Rolle mehr spielen. Ist auf der Aufnahme zusätzlich eine normierte Farbskala als Referenz abgebildet, kann ein Computer die Hautfarbe der porträtierten Person genau bestimmen. Der digitale Schmink-Assistent wählt dann aus einer Datenbank die zum Teint passenden Kosmetika und schlägt entsprechend Puder, Lidschatten und Lippenstift vor.

Nina Bhatti ist überzeugt, dass ihre Entwicklung eine echte Erleichterung für das weibliche Geschlecht (und interessierte Männer?) darstellt. "Das größte Problem beim Schminken ist die Farbe", sagt sie und findet, dass "Frauen sich nun einmal schwer damit tun, Farben zu finden, die ihnen gut stehen." (map)

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