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Reaktionsfähigkeit: Schützenfisch verdankt Treffsicherheit wenigen Neuronen

Schützenfisch auf der Jagd
Auch komplexe und zielgerichtete Fähigkeiten sind mit nur wenigen Neuronen realisierbar. Dies ermittelten Thomas Schlegel und Stefan Schuster von der Universität Erlangen-Nürnberg exemplarisch an Schützenfischen.

Die Tiere der Spezies Toxotes chatareus sind für ihre Treffsicherheit bekannt. Mit einem zielgerichteten Schuss spucken sie mit einem Wasserstrahl Fliegen und andere Insekten aus dem Himmel oder von Blättern, um sie dann zu verspeisen. Doch auch die Bewegung zur hinabfallenden Beute ist schnell und genau, entdeckten die Biologen bei Experimenten, die den Fischen die Jagd erschwerten.

So wählten die Tiere etwa bei zwei gleichzeitig angreifbaren Fliegen diejenige, die nach einer Spritzattacke in näherer Umgebung ins Wasser fallen würde. Selbst wenn die Beute durch Manipulationen der Forscher an einem anderen Ort ins Wasser fiel als die Fische vermutet hatten, erkannten sie dies extrem schnell und reagierten entsprechend.

Für diese zielgerichteten Bewegungen nutzen die Tiere kein größeres Nervenzell-Netz, sondern allein sechs Neuronen, die für das Fluchtverhalten verantwortlich sind, so die Forscher. Sehr präzise, schnelle und durch Erfahrung formbare Koordinationsfähigkeiten sind demnach auch mit einer begrenzten Zahl zusammenarbeitender Neuronen zu erreichen. (tak)

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