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News: Schwangerschaftshormon gegen Multiple Sklerose?

Das Hormon Östriol, ein Verwandter des Östrogens, kann womöglich im frühen Stadium von Multipler Sklerose (MS) dazu beitragen, die Symptome lindern. Die Substanz, die nur im Körper von Schwangeren in nennenswerten Mengen hergestellt wird, reduzierte bei sechs Patientinnen mit ersten Anzeichen der Krankheit signifikant die Zahl und die Größe von Entzündungen im Gehirn, verstärkte eine schützende Immunantwort und verbesserte die kognitive Leistungsfähigkeit der Behandelten, berichten Rhonda Voskuhl von der University of California in Los Angeles und ihre Kollegen. Weitere Frauen, bei denen die Krankheit bereits fortgeschritten war, reagierten jedoch nicht auf die Behandlung.

Östriol wird in Europa und Asien verbreitet zur Behandlung von Beschwerden in den Wechseljahren eingesetzt. Aus früheren Studien war bereits bekannt, dass sich MS-Symptome bei Schwangeren besserten. Eine Therapie mit Tabletten würde nach Ansicht der Forscher die Behandlung der frühen Stadien von MS deutlich erleichtern. Bisher beruht die Behandlung vor allem auf Entzündungshemmern, die per Spritzen verabreicht werden.

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  • Quellen
Annals of Neurology 10.1002/ana.10301 (2002)

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