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Alter

Schwund im Kopf

Ein Rückgang von Hirnsubstanz sorgt im Alter für Schlaf- und Gedächtnisstörungen.
Schlafende Hirne

Wissenschaftler von der University of California in Berkeley berichten: Ein im Alter auftretender Schwund der grauen Hirnsubstanz stört den Schlaf – und damit das Erinnerungsvermögen der Betroffenen.

Schlafende Hirne
Schlafende Hirne | Im Alter verringert sich der Anteil langsamer Hirnwellen (rechts). Dies führt zu schlechtem Schlaf und Gedächtnisstörungen.

Das Team um Matthew Walker ließ 18 Personen im Alter von etwa 20 Jahren sowie 15 Menschen zwischen 70 und 80 Jahren Listen mit Wortpaaren auswendig lernen. Der Gedächtnistest folgte entweder zehn Minuten später oder nach einer Nacht, während der die Forscher die Hirnströme der schlafenden Probanden mittels Elektroenzephalografie (EEG) aufzeichneten. Außerdem vermaßen sie die Hirnsubstanz per Magnetresonanztomografie (MRT).

Erwartungsgemäß konnten sich alle Probanden nach durchschlafener Nacht besser an die Begriffe erinnern als ohne Ruhepause, wobei die älteren Teilnehmer deutlich schlechter abschnitten. Bei ihnen hing die verringerte Gedächtnisleistung mit einer reduzierten Aktivität langsamer Hirnwellen während der Tiefschlafphase zusammen.

Zudem zeigten MRT-Aufnahmen, dass genau diese Probanden über deutlich weniger graue Substanz im präfrontalen Kortex verfügten. Offensichtlich, so die Forscher, verringert der altersbedingte Schwund der grauen Substanz den Anteil langsamer Hirnwellen im Schlaf – und beeinträchtigt damit das Langzeitgedächtnis.

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