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Dampfen statt rauchen: Sichere Aromastoffe für E-Zigaretten

E-Zigaretten, in denen nicht Tabak verbrennt, sondern eine nikotinhaltige Flüssigkeit verdampft, sind auf dem Vormarsch - wie sicher sie sind, wird erst langsam klarer.
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Die Diskussion um die Sicherheit von E-Zigaretten geht weiter: Eine Arbeitsgruppe um die Toxikologin Sandra Costigan hat jetzt einen Leitfaden zur Bewertung der umstrittenen Zusatzstoffe im so genannten Liquid vorgelegt . Der Liquid ist jene Flüssigkeit, die in E-Zigaretten verdampft und eingeatmet wird – er besteht zum Großteil aus dem auch bei normalem Tabak als Feuchtemittel eingesetzten 1,2-Propandiol sowie Nikotin und einer Reihe von Aromastoffen und anderen Substanzen. An jenen Zusatzstoffen entzündet sich der Streit, denn was man bei E-Zigaretten tatsächlich so einatmet, weiß man nicht so genau. Angaben über die Zusammensetzung der Betriebsflüssigkeit erweisen sich gelegentlich als falsch oder unvollständig, und die Zusatzstoffe sind meist lediglich als Lebensmittel zugelassen – wie sie sich beim Erhitzen und Inhalieren verhalten, ist unklar.

Nach Angaben von Costigan, die sowohl für ein Unternehmen der Tabakindustrie als auch für das British Standards Institute arbeitet, soll die neue Veröffentlichung einen Weg weisen, solche Inhaltsstoffe sicher einzusetzen, bis die Daten zur Inhalation vorliegen. Welche Aromastoffe in welcher Konzentration für die Verdampfer geeignet sind, sollen Hersteller demnach anhand toxikologischer Schwellenwerte bestimmen, die man aus den Daten chemisch und toxikologisch ähnlicher Substanzen ableitet. Behörden wie die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit wenden dieses als TTC (Threshold of Toxicological Concern) bezeichnete Verfahren bei Zusatzstoffen für Lebensmittel routinemäßig an. Allerdings ersetzen Schwellenwerte keine Sicherheitsprüfung – als Nächstes, so Costigan, müsse getestet werden, wie sicher diese Aromastoffe und ihre Zersetzungsprodukte beim Einatmen seien.

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