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Zigarettenkonsum: Sichtbare Lungenschäden durch Passivrauchen

Wissenschaftlern ist es erstmals gelungen durch Passivrauchen verursachte Lungenschäden optisch sichtbar zu machen. Chengbo Wang und seine Kollegen von der Forschungsabteilung des Kinderkrankenhauses in Philadelphia verwendeten dafür eine neue Form der Langzeit-Magnetresonanztomografie.

Diese neue Methode kann wegen ihrer hohen Empfindlichkeit auch geringe Veränderungen in den Lungenbläschen darstellen, wozu ältere bildgebende Verfahren nicht in der Lage waren. Die Wissenschaftler wählten für ihre Studie 36 Nichtraucher, von denen die eine Hälfte häufig Passivrauch ausgesetzt war, sowie sieben Raucher. Die Probanden mussten speziell präparierte Helium-Atome einatmen, deren Weg durch das Lungengewebe dann 1,5 Sekunden lang verfolgt wurde. Wang und sein Team konnten zeigen, dass die Helium-Atome in mehr als der Hälfte der Raucherlungen auf Grund der Gewebezerstörung weitere Strecken zurücklegen konnten. Gleiches war auch bei einem Drittel der Nichtraucher zu beobachten, die lange Zeit Passivrauch eingeatmet hatten. Laut der Forscher lässt dies auf frühe Lungenschäden schließen.

Die Wissenschaftler liefern damit einen optischen Beweis für die Gefahr des Passivrauchens, die bislang vor allem statistisch belegt worden war. Sie hoffen deshalb, dass mit Hilfe ihrer Forschungsergebnisse die Gesetze zum Schutz vor Passivrauch weiter vorangetrieben werden. (vs)

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