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Hauskatze: Sind Katzen mit rotem Fell besonders aggressiv?

Verrät schon die Fellfarbe, ob eine Katze sich eher wie ein Stubentiger oder eine Samtpfote verhält? Ja, sagen Tierärzte nach einer Umfrage unter 1000 Haltern.
Katze mit rotgemustertem Fell räkelt sich

Ob man sich eher eine rot getigerte, bunt gemusterte oder vielleicht auch rabenschwarze Katze anschafft, ist zumeist eine Frage der persönlichen Vorlieben von Herrchen und Frauchen – oder vielfach ganz einfach dem Zufall überlassen. Dabei scheint die Frage, welches Fell der künftige Hausgenosse spazieren führt, nicht ganz unerheblich zu sein. Das zumindest geht aus einer Umfrage hervor, die US-amerikanische Tierärzte unter 1274 Katzenbesitzern vorgenommen haben.

Das Team um Elizabeth Stelow von der University of California in Davis befragte Katzenhalter nach Geschlecht und Aussehen ihres Tiers und erbat zugleich Angaben über dessen Verhalten in diversen Alltagssituationen – etwa zu Hause oder beim Tierarzt.

Die Auswertung offenbarte dann einen Zusammenhang mit den Fellfarben: Insbesondere Kätzinnen mit roter Färbung und diversen Musterungen (Schildpatt, Torbie, Tabby) fallen laut den Autoren durch "agonistisches Verhalten gegenüber anderen Katzen und/oder Menschen" auf – "liebenswerte Eigensinnigkeit", würden Katzenhalter sagen. Gleiches gelte für schwarz-weiße und grau-weiße weibliche Katzen. Bei Katern hingegen fanden die Wissenschaftler keinen solchen Zusammenhang.

Wie es zu der Verknüpfung von Fell und Verhalten – die sich freilich nur bei der Betrachtung einer größeren Anzahl von Katzen einigermaßen eindeutig zu Tage tritt – kommt, wissen die Wissenschaftler nicht zu sagen. Möglicherweise handle es sich um einen unbemerkten Nebeneffekt der Züchtung, Katzen haben sich in genetischer Hinsicht noch viel von ihrem wilden Erbe bewahrt. Und auch bei anderen Haustieren zeigte sich bereits ein Zusammenhang zwischen Verhalten und Fellfarbe. So entwickelten viele Tierarten im Lauf der Zähmung schwarz-weiße Flecken. Forscher vermuten, dass dahinter ein lange übersehener Effekt während der Embryonalentwicklung steckt.

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