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SCIFInews: Sind Zeitreisen bald an der Zeit?

Seit dem Roman „Die Zeitmaschine“ von H.G. Wells vor über hundert Jahren haben Generationen von Physikern und Sciencefiction-Autoren über dem Thema Reisen in Zukunft oder Vergangenheit gebrütet. Wie nahe sind die Wissenschaftler der Lösung des Problems?
„The Accidental Time Machine“
Der mehrfach preisgekrönte amerikanische Autor Joe Haldeman ist ein studierter Physiker und Astronom und Professor für Literatur und Sciencefiction am MIT in Cambridge, Massachusetts. Dort spielt auch sein gerade in den USA erschienener Roman „The Accidental Time Machine“, in dem Forschern die Konstruktion der ersten Zeitmaschine gelingt. Ist so etwas im Rahmen der bekannten Physik überhaupt möglich?

Spräche man mit Albert Einstein, würde er die Frage bejahen. Denn Zeit ist eine der Dimensionen der Raumzeit aus seiner Allgemeinen Relativitätstheorie. Es ist denkbar, dieses Geflecht der Dimensionen derart zu verschlingen, dass sich ein Objekt zu einem anderen Punkt in der Zeit bewegen kann.

Um eine solche Verschlingung oder ein „Wurmloch“ zu erzeugen, müsste eine exotische Art von Materie zum Einsatz kommen, deren Auswirkungen zwar bekannt sind, nicht aber die Möglichkeit, sie künstlich herzustellen.

Amos Ori, Physikprofessor am israelischen Technion-Institut fand nun vielleicht einen Weg, ohne den Einsatz der exotischen Materie zum Ziel zu kommen. Es ergeben sich jedoch eine ganze Reihe anderer Randbedingungen abhängt, die schwer oder sogar überhaupt nicht zu realisieren sind.

Denn wenn es prinzipiell möglich wäre – müssten wir dann nicht schon längst einmal Besuch von unseren Nachfahren bekommen haben?

André Krabbenhöft (SuW) / Dre.

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