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Lichtverschmutzung: Skyglow Berlin - Jetzt mitmachen

Schwarz wie die Nacht – so sei die Farbe eines guten, tradionell italienischen Espresso. Doch ist dieser Vergleich heutzutage noch angebracht? In vielen Großstädten erstrahlen öffentliche Plätze oder Industriegebiete nachts beinahe taghell, und auch in der näheren Umgebung von Metropolen wird es gar nicht mehr richtig dunkel sondern nur noch dämmrig.

Wie es um die Lichtverschmutzung speziell in Berlin und Brandenburg steht, soll nun mit der Aktion Skyglow Berlin auf wissenschaftlicher Grundlage untersucht werden. Die Organisatoren dieses Projekts, Christopher Kyba und Annette Krop-Benesch, beide Mitglieder des Projekts Verlust der Nacht, möchten dabei Schüler sowie die breite Öffentlichkeit in ihre Arbeit mit einbinden. Hierzu sollen Schulen und weitere Unterstützer mit so genannten Sky Quality Meters (SQMs) ausgestattet werden, um die Qualität der Dunkelheit des Nachthimmels an verschiedenen Standorten zu messen. Die SQMs sollen durch Crowdfunding finanziert und dann den Teilnehmern zur Verfügung gestellt werden. Noch bis einschließlich 10. Juli 2013 läuft hierzu ein Spendenaufruf. Das gesamte Pojekt kann nur dann stattfinden, wenn bis zu diesem Termin mindestens 5000 Euro eingegangen sind. Eigentlich gar nicht so viel, wenn jeder ein bisschen gibt. Und das Thema betrifft uns alle.

Denn die Lichtverschmutzung ist eine Folge der modernen Zivilisation und damit hausgemacht. Als eine Form der Umweltverschmutzung wurde sie langezeit unterschätzt. Durch sie gerät nicht nur ein altes Naturphänomen und Kulturgut der Menschheit, der sternenübersäte Nachthimmel, in Vergessenheit, ganz zu schweigen von der Arbeitsgrundlage für die Astronomie. Der Verlust der Dunkelheit beeinträchtigt auch die Tier- und Pflanzenwelt, und selbst für den Menschen bleibt diese Entwicklung nicht ohne gesundheitliche Folgen. Die mit Skyglow Berlin gewonnenen Daten sollen für wissenschaftliche Studien zu all diesen Aspekten genutzt werden.

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