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Sonnensystem: Soho findet seinen 1000. Kometen

Zwei Neue auf Sohos Liste | 1000 Kometen haben die Instrumente des Sonnenobservatoriums Soho inzwischen ans Licht gebracht – obwohl es sich um extrem leuchtschwache Objekte handelt. Erst ausgefeilte Technik macht sie sichtbar.
Der italienische Lehrer Toni Scarmato hat die Liste der von dem Sonnenobservatorium Soho entdeckten Kometen um das 999. und 1000. Exemplar erweitert. Der diplomierte Astrophysiker entdeckte beide Punkte auf einer Aufnahme des Lasco-Instruments vom 5. August dieses Jahres. Er wolle seine Funde seiner Frau und seinem Sohn widmen als Entschädigung für die Zeit, die er mit seiner Kometenjagd verbringe, sagte Scarmato.

Die beiden Neuen auf der Liste gehören wie 85 Prozent der früheren Funde zur Kreutz-Gruppe, die innerhalb von nur 800 000 Kilometern und damit sehr nah an der sichtbaren Sonnenoberfläche vorbeiziehen. Sie dürften Bruchstücke eines ehemals knapp hundert Kilometer großen Kometen sein. Zu seinen Überresten zählen auch die Kometen von 1843 und 1882, deren Schweife für das bloße Auge sichtbar waren, sowie der Komet Ikeya-Seki von 1965.

Soho war am 2. Dezember 1995 gestartet. Bis dahin waren nur 16 Kometen bekannt gewesen, die der Sonne so nahe kommen. Da die Bilder von Soho im Internet frei verfügbar sind, spielen Amateur-Astronomen eine entscheidende Rolle beim Aufspüren bislang unbekannter Himmelsobjekte.

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