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News: Sonnencreme soll Hautschäden reparieren

Amerikanische Wissenschaftler arbeiten an einer Sonnencreme, die auch nach dem Sonnenbad vor Hautkrebs schützen soll. Die Creme, die Daniel Yarosh und seine Kollegen von der Biotechnologiefirma Applied Genetics Incorporated Dermatics entwickelten, enthält in Liposomen – kleinen Fettkügelchen – das bakterielle Enzym T4-Endonuclease, das DNA-Schäden repariert, welche durch UV-Bestrahlung ausgelöst worden sind. Vorversuche mit 30 Patienten verliefen bereits erfolgreich, jetzt soll die Sonnencreme an 600 Personen in Kalifornien und Florida getestet werden.

Der britische Photobiologe Brian Diffey vom Newcastle General Hospital warnt jedoch vor einer "Morning-after-Sonnencreme". Statt Hautschäden zu reparieren, wäre es sinnvoller, sich vor der Sonne zu schützen und somit es gar nicht zum Sonnenbrand kommen zu lassen.

Nach zu ausgiebigem Sonnenbaden kann das ultraviolette Licht der Sonne die DNA der Hautzellen schädigen und damit Mutationen auslösen, die wiederum zu Hautkrebs führen können. Allein in den USA treten jährlich 1,3 Millionen Fälle von Hautkrebs ohne Melanombildung und 38 000 Fälle der aggressiveren Melanome auf. Daran sterben jährlich etwa 7000 Patienten.

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  • Quellen
British Medical Journal 323: 418 (2001)
The Lancet 357: 926–929 (2001)

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