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Sonnenforschung: Satellit zur Sonnenwind-Messung ist am Ziel

Das Deep Space Climate Observatory (DSCOVR) ist nach geglückter Anreise durchs Sonnensystem bereit, den Sonnenwind und seine Wirkungen auf der Erde ins Visier zu nehmen.
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Das Deep Space Climate Observatory (DSCOVR) hat nach einer Weltraumreise von mehr als 100 Tagen nun seinen Einsatzort erreicht und im Lagrange-Punkt L1 in rund 1,5 Millionen Kilometer Abstand zur Erde eingeparkt. Der Punkt im gemeinsamen Orbit mit der Erde um die Sonne eignet sich, um ohne ständige Steuermanöver die Position zu halten: Von hier aus wird DSCOVR nun mit systematischer Sonnenbeobachtung beginnen. Seine Aufgabe ist dabei vor allem, rechtzeitig vor drohenden geomagnetischen Stürmen zu warnen, die auf der Erde schwere Probleme bei Satelliten, Starkstromnetzen und Kommunikationssystemen auslösen können.

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Idealer Orbitparkplatz: L1 | Am Lagrange-Punkt 1, kurz L1, umrunden Sonden die Sonne gemeinsam mit der Erde ohne großen Energieaufwand.

Die Solarsturmwarnung wird mit DSCOVR möglich, weil die gen Erde zielenden Sonnenwindböen den Beobachter am L1 zuerst erreichen und von seinem PlasMag-Instrument detektiert werden. Das Plasma-Magnetometer ermittelt Stärke und Richtung des Sonnenplasmas und kann notfalls dann das Absenden eines Warnsignals einleiten. Neben dem Gerät zur Überwachung des Sonnenwinds trägt der Satellit weitere Instrumentengruppen, mit denen die Erde beobachtet wird: Sie nehmen Wechselwirkungen des Sonnenwinds mit dem Erdmagnetfeld und den Energiefluss von der Erdoberfläche auf.

DSCOVR soll den 17 Jahre alten NASA-Satelliten ACE (Advanced Composition Explorer) ersetzen, der bislang als Alarmsystem fungiert. Vorerst bleibt der alte Beobachter aber weiter im Einsatz und liefert ebenfalls Messdaten.

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